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Opel-Hilfe

Diskussion geht weiter

Foto: Opel

Nach dem Opel-Krisentreffen im Kanzleramt geht die Diskussion über eine mögliche Milliarden-Bürgschaft für den Autobauer weiter. Weitere Experten forderten eine Abspaltung Opels vom schwer angeschlagenen Mutterkonzern General Motors (GM).

18.11.2008

Während sich manche Betriebsräte gegen die mögliche Bürgschaft aussprachen, strich Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück die Ausnahmerolle Opels heraus und befürwortete Notfall-Hilfen.

Der Staat solle Opel zurückkaufen und das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln, sagte Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Der Fall Opel sei kein Konjunkturproblem, sondern Folge einer importierten Finanzkrise, argumentierte Ludwig in der "Thüringer Allgemeinen". Dem müsse der Staat abhelfen, zunächst mit einer Bürgschaft. Für eine zeitweise Verstaatlichung hatte auch der "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger plädiert.

Porsche-Betriebsratschef Hück sprach sich im Falle einer GM-Pleite für Staatshilfen bei Opel aus. Von den deutschen Autobauern dürfe nach seiner Ansicht aber nur Opel Staatshilfen bekommen, sagte Hück am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. Opel selbst sei produktiv und profitabel. Die anderen Autounternehmen in Deutschland seien aber in der Regel selbst- und eigenständig - und bräuchten so wie Porsche kein Geld vom Staat.

Gegen staatliche Hilfe sprach sich der Betriebsratsvorsitzende des Leipziger BMW-Werkes, Jens Köhler, aus. "Opel macht schwere Zeiten durch. Aber Bürgschaften sind gewiss der falsche Weg, um dem Tochter-Unternehmen von General Motors zu helfen", sagte Köhler der "Leipziger Volkszeitung". Köhler warnte, dass bei einer Bürgschaft jeder Konzern Unterstützung beanspruchen könne.

Der Eisenacher Opel-Betriebsratschef Harald Lieske äußerte sich enttäuscht über das Ergebnis des Krisengipfels und sprach von einer "Hängepartie".

Entscheidung bis Weihnachten

Bundeskanzlerin Angele Merkel (CDU) hatte am Montagabend angekündigt, die Regierung werde bis Weihnachten über die erbetene Milliarden-Bürgschaft für Opel entscheiden. Dabei müsse aber unbedingt verhindert werden, dass Mittel aus Deutschland an GM in die USA fließen. Zudem müsse Opel weitere Informationen und Zahlen vorlegen.

Nach Einschätzung von Experten sind neben den knapp 25.700 Arbeitsplätzen bei Opel mindestens 50.000 weitere Jobs bei Zulieferern bedroht.


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