Opel Insignia: Erste Sitzprobe

Ende 2008 bringt Opel den Insignia als Stufenheck- und Fließheck-Limousine auf den Markt; Anfang 2009 folgt der Caravan. auto-motor-und-sport.de hatte bereits jetzt die Gelegenheit im Insignia Platz zu nehmen.

"Wenn ich mal schlechte Laune habe, dann gehe ich in die Opel-Designabteilung", sagt Alain Visser, Vorstand europäisches Marketing General Motors. "Was ich dort sehe, bringt wieder gute Laune."

Hochwertiges Interieur

Und die Opel-Designer haben beim Insignia nichts dem Zufall überlassen. Nicht mal die Nummernfolge auf dem Kennzeichen des Showcars ist frei gewählt: MW steht für Malcolm Ward, dem verantwortlichen Exterieur-Designer. Und wirklich: Es steckt viel Liebe im Detail. Oberflächen, Sicken, Karosserieschwünge, Chromapplikationen und das Interieur zeigen, wie viel Hoffnung Opel auf das neue Modell setzt. Vier Ausstattungsversionen stehen zur Wahl: Basis/Essential, Elegance (darauf sollen bis zu 40 Prozent aller Verkäufe entfallen), Sport (Serie bei der kommenden OPC-Version) und Cosmo (die Top-Ausstattung).

Mäßige Kopffreiheit hinten

Besonders attraktiv wirkt das Sandwich-Design des Elegance-Trims: dunkler Teppich, heller Bereich unterhalb des Lenkrads und helle Sitze, dunkles Oberteil des Instrumententrägers, der sich flach vor der Besatzung herumzieht und optisch bis in die Türbereiche weitergeführt wird. Eine breite, dominante Mittelkonsole bietet Anschlussmöglichkeiten für aktuelle Infotainment-Geräte. Und überall findet sich das Sichel ("Blade")-Symbol, das außen in der Tür für einen markanten Hingucker sorgt.

Sportmodus macht Tacho rot

Zahlreiche große Cupholder und Ablagemöglichkeiten finden sich im Innenraum, vorn sitzt es sich gut, hinten mangelt es Großgewachsenen etwas an Kopffreiheit. Der Kofferraum unter dem BMW-ähnlichen Heckdeckel ist zwar groß, lässt sich aber nur über eine rund 15 Zenitmeter hohe Kante beladen. Wegen der breiten Heckleuchten beträgt die Einladebreite nur 88 Zentimeter.

Für den Insignia steht zudem ein großes Angebot an Extras bereit, darunter ein adaptives CDC-Dämpferfahrwerk, das sich per Knopfdruck in einen Sportmodus versetzen und die tubenförmigen Blendhutzen ums Instrumentarium sowie die Ziffern in sattem Rot aufleuchten lässt.

Mittelklasse-Premium: Opel bleibt Opel

Der coupéhaft geschnittene Nachfolger des glücklosen Vectra ist rund 20 Zentimeter länger als seine Vorgänger und sitzt auf der Epsilon-Plattform, die er sich ab Mitte 2009 mit dem Saab 9-5 teilt. Der Insignia übertrifft auch den Hauptwettbewerber VW Passat in den Abmessungen. Der Insignia bringt laut Alain Visser "eine beispielhafte Premiumanmutung in die Mittelklasse - aber es bleibt ein Opel. Es wäre darum unrealistisch, sich mit Audi zu vergleichen". Im Preis liegt der Neue, von dem "mindestens das Doppelte des bisherigen Volumens" abgesetzt werden soll, unter dem Passat. 40.000 bis 50.000 Einheiten jährlich allein für Deutschland dürften realistisch sein. Wenn alles gut läuft, will Opel jährlich rund 180.000 Insignia im Zweischicht-Betrieb herstellen.

Astra-Coupé als Calibra

Und die Zukunft? Der Insignia nimmt nur voraus, was auch in den anderen Opel-Modellbaureihen kommen wird: "Innovationen, deutsche Präzision und Emotionen pur." Das gilt auch für den nächsten Astra (ab 2010), der deutlich erwachsener und dynamischer wirken soll. Davon abgeleitet werden soll eine Coupé-Version, die vermutlich unter dem tradierten Namen Calibra antreten wird.

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Eberhard Kittler

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Wird der Insignia ein Erfolg?
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