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Opel Insignia

Seines Zeichens Omega-Nachfolger

Foto: Opel 15 Bilder

Als Studie mit raffiniertem Türkonzept getarnt, gibt der Insignia einen Ausblick auf die Opel-Oberklasse von morgen. Das nächste Topmodell der Marke ist ein viertüriges Coupé mit variabler Rücksitzanordnung, Hinterradantrieb und V8-Motor.

09.09.2003

Viertürigen Coupés scheint die Zukunft zu gehören. Das demonstriert auf der IAA nicht nur die Mercedes-Studie Vision CLS, sondern auch das Concept-Car Insignia von Opel. Es gibt in Form der Karosserie-Silhouette und der Fondraum-Gestaltung bereits einen Vorgeschmack auf das, was sich Opel in etwa drei Jahren als Nachfolger für den inzwischen nicht mehr produzierten Omega vorstellt. Als technischer Unterbau soll dann die weiterentwickelte Plattform des Holden Monaro Coupés aus Australien dienen: mit Heckantrieb und Achtzylindermotor.

Diesen Voraussetzungen trägt die Studie bereits Rechnung. Die 4,80 Meter lange und nur 1,41 Meter hohe Coupé-Limousine weist mit 2.915 Millimeter einen sehr langen Radstand auf, was sie im Interieur besonders geräumig macht. Zum Höhenausgleich bei hoher Beladung ist eine hydraulische Niveauregulierung vorgesehen.

In weniger als sechs Sekunden auf Tempo 100

Der aus der Corvette bekannte Aluminium-V8 mit 344 PS ist vorne längs installiert und treibt über eine Automatik die Hinterräder an. Versprochene Fahrleistungen: Null auf 100 km/h in weniger als sechs Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (elektronisch limitiert).
Die auf 21 Zoll großen Alurädern stehende Studie glänzt bei Nacht mit insgesamt 405 Leuchtdioden, welche an Stelle herkömmlicher Glühlampen die Aufgaben der Scheinwerfer und Rückleuchten übernehmen.

Futuristisch auch das Konzept für die hinteren Türen, das aber in der Serie aus Kostengründen nicht realisiert werden dürfte. Die Mechanik orientiert sich am Storchschnabel-Prinzip: Ähnlich einer Schiebetüre, aber ohne deren hässliche Führungsschienen gleiten die Portale beim Öffnen nach hinten. Ihre Scharniere besitzen zwei Drehpunkte, damit sie beim Öffnen nicht nach außen schwingen, sondern sich parallel zur Karosserie bewegen. Die Heckklappe lässt sich per Fernbedienung elektrohydraulisch öffnen.

Cockpit in 3D - Seh-Schlitze in der Karosserie

Die Frontpartie wird geprägt von einem riesigen, dreidimensional gestalteten Kühlergrill - ein Design, das an die großen Opel-Modelle der Vergangenheit erinnern soll, aber eher ein wenig amerikanisch rüberkommt. Die LED-Scheinwerfer wirken optisch wie Seh-Schlitze in der Karosserie.

Im Innenraum bietet die Studie vier oder fünf Personen Platz - je nach Stellung der Fondsitze. Normalerweise trennt ein mit edlem Holz verkleideter Mitteltunnel die beiden hinteren Einzelsitze. Doch der lässt sich nach hinten unter den Ladeboden schieben: Zum Vorschein kommt dabei ein dritter Rücksitz. Die Fondsitze lassen sich aber elektrisch auch komplett umklappen, was das Fassungsvermögen des Kofferraums von 410 auf 970 Liter erhöht.

Das Cockpit weist Instrumente mit Drei-D-Effekt auf. Die wichtigsten Bedienelemente sind in Satelliten beidseits des Lenkrads untergebracht. Nebenfunktionen können über Schalter gesteuert werden, die sich unter Abdeckungen in der Mittelkonsole verbergen.

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