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Opel setzt auf Export

Konzept für Export nach Fernost kommt

Thomas Sedran Foto: Opel

Mehr Opel-Modelle für die boomenden Märkte Asiens - das fordern die Mitarbeiter der angeschlagenen Marke schon lange. Opel-Chef Sedran kündigt nun ein Konzept für mehr Exporte nach Fernost an.

17.12.2012 dpa

Der angeschlagene Autobauer Opel will mit Exporten zurück in die Erfolgsspur. Dabei soll die Marke auch in boomenden Fernost-Märkten wie China mehr Autos verkaufen dürfen. Opel arbeite an einem Konzept für mehr Verkäufe in China, sagte Opel-Interimschef Thomas Sedran der "Wirtschaftswoche".
 
Bisher gelten für Opel-Exporte nach Übersee enge Auflagen - nach Meinung vieler Autofachleute, weil der Mutterkonzern GM die Marktchancen der konzernintern konkurrierenden Chevrolet-Modelle nicht gefährden will. Nun nannte Sedran als chancenreiche Märkte Australien, Nordafrika, Russland, die Türkei und China. In Europa wolle Opel die zweitgrößte Pkw-Marke werden, sagte Sedran. Bislang liegen dort bei den Zulassungen VW und Renault vorn.

Entwicklungspartnerschaft mit PSA formt sich

Langfristig weckte der Opel-Chef Hoffnungen, der bislang in Südkorea produzierte Mokka könne auch in Europa vom Band laufen. Für das im Oktober in den Handel gekommene Modell gebe es bereits über 63.000 Bestellungen, sagte er. Kurzfristig sei dies aber technisch nicht möglich. Auf gute Resonanz stoße auch das in Eisenach produzierte neue Stadtauto Adam, das im Januar in den Handel komme.
 
Unterdessen steht die geplante Entwicklungspartnerschaft zwischen Opel und dem französischen PSA-Konzern Sedran zufolge kurz vor einem Abschluss. "Die Qualität der Gespräche ist wirklich sehr gut. Und die betriebswirtschaftlichen und technischen Vorteile sind so groß, dass wir die Verhandlungen über die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen sicher bald erfolgreich abschließen können", sagte er dem Magazin. Eine gemeinsame Produktion von Fahrzeugen sei derzeit kein Thema: "Darüber sprechen wir noch nicht. Erst einmal wollen wir die Entwicklungsaufträge fertig kriegen." Gerüchte, wonach die Gespräche stockten und das Bündnis vor dem Aus stehe, wies Sedran zurück: "Das kann ich klar dementieren."

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