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Opel-Krise

GM streicht 12.000 Jobs bis 2006

Foto: dpa

Update ++ Bochum und Rüsselsheim: 8.000 Jobs weg ++ Kein Stellenabbau in Eisenach ++ Kaiserslautern: 450 Stellen betroffen ++ Saab: 500 Arbeitsplätze gestrichen ++ General Motors will in den nächsten zwei Jahren in Europa bis zu 12.000 Stellen streichen.

14.10.2004

An deutschen Standorten von Opel sollen bis zum Jahr 2008 rund 10.000 Stellen gestrichen werden. Davon entfielen nach Vorstellungen des Vorstands jeweils 4.000 Stellen auf die Standorte Bochum und Rüsselsheim, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werks Bochum, Rainer Einenkel.

In Bochum sollen bereits im kommenden Jahr 3.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, sagte Einenkel. Weitere 1.000 sollen nach den Vorgaben der Unternehmensführung bis 2007 reduziert werden. Davon seien alle drei Opel-Werke in Bochum betroffen. In Rüsselsheim solle der Abbau von 4.000 Stellen etwa bis zum Jahr 2008 erfolgen. Im Opel-Werk Kaiserslautern droht nach Angaben des Betriebsrates der Abbau von rund 450 Stellen. Betroffen seien das Opel-Werk und die Tochter Powertrain, sagte der Betriebsratsvorsitzende Alfred Klingel. In Kaiserslautern sind rund 3.000 Mitarbeiter bei Opel und 1.500 bei Opel Powertrain beschäftigt.

Im Opel-Werk Eisenach soll es nach Informationen des Betriebsrats keinen Stellenabbau geben. Die Geschäftsführung habe signalisiert, "dass an diesem Standort kein gezielter Personalabbau vorgesehen ist", sagte Betriebsratschef Harald Lieske. Das Thüringer Werk mit 1.800 Beschäftigten müsse sich wie andere Standorte am Sparprogramm der Konzernmutter General Motors beteiligen. "Es wird harte Budgetvorgaben geben." Die jährlichen Strukturkosten sollen bis 2006 um etwa 500 Millionen Euro pro Jahr sinken.

Bei der schwedischen GM-Tochter Saab werden 500 Stellen abgebaut. Das sagte Saab-Chef Peter Augustsson. Die Stellen würden jeweils zur Hälfte in Produktion und Entwicklung wegfallen. Saab beschäftigt am Standort Trollhättan 5600 Mitarbeiter. Vor einem Jahr sind dort bereits 1400 Jobs gekürzt worden.

Forster schließt Kündigungen nicht aus

GM teilte in Detroit mit, in Deutschland würden sowohl Produktion als auch Entwicklung betroffen sein. Etwa 1.000 Stellen sollten in bereits ausgelagerten Bereichen abgebaut werden. "Wir werden mit den Betriebsräten konstruktiv an einer Lösung der jetzigen Aufgabe arbeiten", sagte Henderson. "Hier geht es nicht um Werksschließungen, dies sind kurzfristige Maßnahmen."

Zur Zukunft des Bochumer Opel-Werks sagte GM-Europe-Vize Carl-Peter Forster: "Wir müssen Bochum auf ein wettbewerbsfähiges Kostenniveau bringen - sonst sieht die Zukunft düster aus." Opel zahle in Deutschland übertarifliche Löhne. Angesichts der Konkurrenzsituation in Europa sei dies "unhaltbar". Kündigungen mochte er nicht ausschließen, "aber wir versuchen, andere Lösungen zu finden.“ Auch zur
mittelfristigen Schließung eines Werks wollte das Unternehmen keine konkrete Stellung nehmen. "Wir können gar nichts ausschließen."

Ausstieg aus der DTM nach der Saison 2005

Hintergrund für das Sanierungspaket seien die flaue Nachfrage, der zunehmende Wettbewerb und eine verschärfte Preissituation. "Wir haben den schwachen Markt nicht vorausgesehen", sagte Forster. Die Käufer würden zu wenig Geld ausgeben, die Autohersteller müssten daher hohe Rabatte gewähren. Auf GM kämen durch die Stellenstreichungen 2005 und 2006 Abfindungszahlen zu, deren Höhe und Zeitpunkt von den Verhandlungen mit den Arbeitnehmern abhingen. GM erwirtschaftet seit Jahren hohe Verluste bei seinen europäischen Töchtern Opel, Saab und Vauxhall.

Die geplanten Markteinführungen des Opel/Vauxhall Astra GTC, des neuen Zafira und des Saab 9-3 Sportkombi im Jahre 2005 bleiben bestehen, außerdem werde es 2006 einen Frontera-Nachfolger, einen Corsa-Nachfolger und einen zweisitzigen Roadster auf Basis des Pontiac Solstice geben. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Dieselmotoren vorangetrieben. Das DTM-Engagement wird jedoch nach einer Wirtschaftlichkeitsanalyse nach der Saison 2005 beendet.

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