"Wir könnten uns einen Anteil von 10 bis 20 Prozent vorstellen", sagte der Vize-Präsident der europäische Händlerorganisation EURODA, Albert Still, am Mittwoch (11.3.) in Frankfurt. Wie viel es letztlich werde, hänge aber auch von der Kapitalausstattung der neuen Gesellschaft ab. Opel bemüht sich um mehr Unabhängigkeit von seiner kriselnden Konzernmutter, dem US-Autoriesen General Motors (GM). Angedacht ist eine eigenständige europäische Gesellschaft.
Entscheidung folgt Mitte März
Über den Verkauf von Neuwagen planen die Händler laut Still 300 Millionen bis 500 Millionen Euro zusammenzubringen, die zur Stützung von Opel verwendet werden sollen. Dazu soll pro verkauftem Wagen eine bestimmte Summe - nach Stills Worten "maximal 200 Euro" - abgezweigt werden. Nach früheren Angaben des Verbandes Deutscher Opel-Händler (VDOH) ist geplant, das Geld in einen geschlossenen Fonds einzuzahlen, der dann die Beteiligung an Opel erwirbt.
Bei der VDOH-Jahreshauptversammlung am 19. März in Darmstadt soll über dieses Beteiligungsmodell beraten werden - dort fällt nach Angaben von Still die Pilotentscheidung: "Wenn das Konzept dort akzeptiert wird, wird es europaweit ausgerollt." Über die erwogene
20-Prozent-Beteiligung hatte die "Rheinische Post" vorab berichtet.
Händler sind vom Erfolg überzeugt
Insgesamt zeigte sich Still optimistisch: "Ich bin zu 75 Prozent überzeugt, dass das ins Rollen kommt." Still mahnte: "Eine Entscheidung muss spätestens in der dritten März-Woche fallen, spätestens Mitte April muss das in Kraft sein. Die Not ist groß." Die Opel-Mutter GM ist von der Insolvenz bedroht, Opel selbst hat den deutschen Staat um Milliardenhilfe gebeten. "Opel retten können wir Händler allein nicht, aber wir wollen ein deutliches Zeichen setzen", sagte Still. EURODA ist der Dachverband für etwa 4.000 Opel/Vauxhall-Händler in Europa.




