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Opel kündigt harte Einschnitte an

Foto: Opel

GM-Europachef Carl-Peter Forster hat in einem internen Brief an die Belegschaft in Europa harte Einschnitte und eine Reduzierung der Arbeitskosten um mindestens zehn Prozent angekündigt.

27.11.2008

In dem Brief, der auto motor und sport vorliegt, schreibt Forster, es müssten Arbeitszeiten gekürzt, Gehaltskosten abgesenkt sowie weitere Initiativen zur Kostensenkung ergriffen werden. Vorerst will Forster ohne Personalabbau auskommen. "Bis jetzt haben wir keinen weiteren Personalabbau in Erwägung gezogen, sondern wir werden versuchen, unsere Strukturkostenziele über andere Maßnahmen zu erreichen", so der GM-Europe-Chef. Deshalb seien nun Arbeitsgruppen gegründet worden, um weitere Einsparungen vorzunehmen. "Vergangenen Montag, am 24. November, haben sich in jedem Land und in jeder Funktion Arbeitsgruppen gebildet, mit dem Ziel, zehn Prozent Arbeitskosten-Reduzierung in allen Geschäftsbereichen als Minimum zu erzielen. Wir werden uns auf drei Säulen fokussieren, um die notwendigen Einsparungen zu realisieren: Gehaltskosten, Arbeitszeitreduzierungen und andere Initiativen, die mit den Arbeitskosten verbunden sind."

Weitere Einschnitte möglich

Sollten sich die Verkäufe weiter abschwächen, kündigt Forster bereits noch stärkere Einschnitte an. "Ich muss außerdem warnen: Wenn sich die Marktverhältnisse in Europa weiter verschlechtern sollten, ist es sehr wahrscheinlich, dass weitere Schritte notwendig werden, um weiterhin überlebensfähig zu bleiben."

Forster erklärt in dem Brief auch die Hintergründe der folgenden Maßnahmen: "Trotz unserer Anstrengungen, Kosten zu reduzieren, verlieren wir derzeit weiter an Boden statt zu gewinnen. Und das, während die Deckungsbeiträge – der Gewinn, den wir mit Fahrzeugverkäufen erzielen – unter massivem Druck stehen wegen der schrumpfenden Märkte und der zusätzlichen Verschiebung der Nachfrage zu kleineren Fahrzeugen", schreibt Forster. "Um überlebensfähig zu bleiben, gibt es keine Alternative, als unsere Strukturkosten aggressiv zu verringern – das gilt auch für alle anderen Automobilhersteller –, um so unsere Kosten der niedrigeren Nachfrage anzupassen."

Probleme kommen nicht von GM

Überraschend deutlich weist Forster alle Spekulationen zurück, die Opel-Krise habe etwas mit den Problemen der Konzernmutter in den USA zu tun. "Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Dies hat nichts zu tun mit dem Streben, Liquidität sicherzustellen oder mit der Situation in den USA. GM hat in Nordamerika das Geschäft um über 30 Prozent konsolidiert, inklusive der Reduzierung von mehreren 10.000 Arbeitsplätzen. Dies sollten wir wissen, wenn wir unser Geschäftsmodell in Europa der Situation anpassen, die wir auf dem europäischen Markt und durch die drastisch reduzierten Nachfrage nach Neufahrzeugen haben. Um es ganz klar zu machen, wenn wir eine Zukunft haben wollen, wie wir uns sie wünschen, müssen wir diese harten Maßnahmen ergreifen, um durch diese schwierige Zeit zu kommen."

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