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Opel

Mit dem Insignia Boden gewinnen

Foto: Opel

Opel-Vertriebschef Thomas Owsianski spricht im Interview mit auto-motor-und-sport.de über die Ziele für den deutschen Markt, den neuen Insignia, den Kampf zwischen Astra und VW Golf.

24.04.2008 Harald Hamprecht

Herr Owsianski, die ersten drei Monate sah die KBA-Statistik für Opel nicht berauschend aus. Sie mussten ein Minus von rund sechs Prozent zum Vorjahreszeitraum verbuchen.
Owsianski: Im ersten Quartal haben wir die Früchte unserer Arbeit noch nicht in vollem Ausmaß ernten können. In Relation zum Markt bin ich aber recht zufrieden. Beim Marktanteil sind wir voll im Plan, dieses Jahr besser abzuschneiden als 2007. Den Wendepunkt für diesen Aufschwung erwarte ich für uns im Mai. Denn von Juni bis August ist der Markt saisonbedingt schwächer. Aber wir sind zuversichtlich. Schon der April stimmt uns zuversichtlich, nicht zuletzt dank der Einführung des neuen Agila.

Welche Rolle wird der Insignia spielen?
Owsianski: Im vergangenen Jahr haben wir rund 25.000 Vectra und Signum in Deutschland verkaufen können, dieses Jahr rechne ich mit etwa 20.000, denn wir wollen im Handel nicht den Anlauf des Vectra-Nachfolgers Insignia blockieren, geschweige denn die Restwerte für unser Auslaufmodell ruinieren. Der Insignia wird im November anlaufen. Wir erwarten dieses Jahr noch etwa 5.000 bis 6.000 Insignia-Neuzulassungen. Damit werden wir in diesem Jahr in diesem Segment stärker punkten als 2007.

Wieviele Einheiten streben Sie in einem vollen Verkaufsjahr von Ihrem neuen Flaggschiff an?
Owsianski: Das Peak-Jahr für den Vectra und Signum war 2003 mit fast 50.000 Neuzulassungen. Das Segment ist zwar nun geschrumpft und härter umkämpft als je zuvor, dennoch werden wir alles daran setzen, um mit dem Opel Insignia wieder auf diese Größenordnung zu kommen. Wir müssen hier schnell wieder Boden gewinnen. Schließlich spielt der Insignia eine elementare Rolle, die Bilanzen unserer Händler und unserer eigenen Europa-Organisation weiter zu verbessern.

Was ist mit Ihrem wichtigen Kompaktmodell Astra?
Owsianski: Vom Astra wollen wir das Vorjahresniveau von 75.000 Neuzulassungen mindestens halten. Wir werden dem neu aufgelegten Wettbewerber aus Wolfsburg das Feld sicher nicht kampflos überlassen. Wir präsentieren das Sondermodell "10-Millionen" anlässlich des bevorstehenden Bandablaufs des zehnmillionsten Astra, haben seit kurzem das spritsparende ecoFLEX-Modell im Angebot und freuen uns darauf den neuen Astra unseren Kunden im nächsten Jahr vorstellen zu dürfen.

Was erwarten Sie beim Vertrieb von Chevrolet, den Sie ebenfalls verantworten?
Owsianski: Ich erwarte bei Chevrolet in Deutschland ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr, mittelfristig wollen wir das Volumen deutlich erhöhen. Natürlich kann das jahrelange zweistellige Wachstum nicht unbegrenzt weitergehen. Wir erwarten, dass 2008 für Chevrolet das Jahr der Konsolidierung und Stabilisierung wird. Deswegen müssen wir dieses Jahr die Marke sauber positionieren. In diesem Jahr bieten wir mit dem neuen Aveo ein weiteres neues Produkt an, das seit März im Handel steht. 2009 dann bringen wir den Camaro als Coupé und Cabrio. Bis 2012 werden wir das komplette Produktportfolio ausgetauscht bzw. ergänzt haben.

Und bei Saab?
Owsianski: 2007 haben wir uns taktisch noch stärker zurück gehalten und die Kurzzulassungen drastisch reduziert. Außerdem hat uns der Modellwechsel Einheiten beim Absatz des 9-3 gekostet. 2008 wird in der Tat kein einfaches Jahr. Aber wir werden mit neuen Motoren und dem lange erwarteten Allradsystem XWD das Jahr überbrücken. 2009 wird Saab sich dann eindrucksvoll zurückmelden - mit gleich zwei komplett neuen Produkten: dem nagelneuen Crossover 9-4X und fast zeitgleich mit dem neuen Topmodell 9-5. Damit wird die Marke in einem Quartal gleich zwei  Neuheiten präsentieren. Darauf bereiten wir das Händlernetz schon dieses Jahr kontinuierlich vor, damit wir ab Mitte 2009 mit den neuen Produkten im Premiumsegment angreifen können.

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