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Opel-Mutter GM verschärft Sparkonzept

US-Staat soll als Mehrheitseigner werden

General Motors Foto: dpa 144 Bilder

Der ums Überleben kämpfende US-Autobauer General Motors (GM) will den Staat zum Mehrheitseigner machen. Im Gegenzug für einen Großteil der Regierungskredite soll der Staat als größter Gläubiger mindestens 50 Prozent der Anteile an GM bekommen, teilte die Opel-Mutter am Montag (27.4.) in Detroit mit.

27.04.2009

GM hat bisher insgesamt 15,4 Milliarden Dollar staatliche Unterstützung erhalten und will weitere 14,6 Milliarden. Weitere zehn Prozent am Unternehmen sollen andere Gläubiger für einen Schuldenverzicht bekommen. GM kündigte in seiner Not zudem noch drastischere Kürzungen als bisher geplant an.

In den USA soll es einen verschärften Stellenabbau, zusätzliche Werksschließungen und eine schnellere Verkleinerung des Händlernetzes geben. Die über 80 Jahre alte Sportwagenmarke Pontiac wird eingestellt. Die Trennung von der schwedischen Tochter Saab soll bis spätestens Ende dieses Jahres erfolgen.

Beteiligungen sollen Forderungen ersetzen

Zudem will der Konzern seinen Schuldenberg über mehrere Maßnahmen um mindestens 44 Milliarden Dollar (33 Milliarden Euro) abbauen.

Seinen Gläubigern machte der Konzern ein Angebot zur Umwandlung eines Teils ihrer Forderungen in eine zehnprozentige Beteiligung am Unternehmen. GM schuldet ihnen rund 27 Milliarden Dollar. Weitere Verbindlichkeiten bestehen gegenüber den Gewerkschaften.

US-Regierung stellt Ultimatum bis Ende Mai

Sollten nicht ausreichend Gläubiger die Offerte annehmen, müsse der Konzern ins Insolvenzverfahren. Die Frist für das Angebot an die Gläubiger laufe am 26. Mai ab. Die US-Regierung hat GM für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende Mai gestellt.   

"Wir unternehmen harte, aber notwendige Schritte, die für das langfristige Überleben von GM wichtig sind", sagte Konzernchef Fritz Henderson. Die auf Druck der Regierung erfolgte Überarbeitung ist bereits der dritte verschärfte Sanierungsplan in gut vier Monaten. GM konzentriert sich damit in Nordamerika künftig auf vier statt acht Marken: Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Die Trennung von Saab, Hummer und Saturn soll nun noch 2009 über die Bühne gehen.

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