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Opel-Plan

Kleiner SUV bis spätestens 2010

Foto: Mark Stehrenberger 2 Bilder

Unterhalb des Antara, so glaubt man bei Opel, ist noch Platz für einen kleinen SUV im Viermeter-Format. Das Projekt, für das noch ein Kooperationspartner gesucht wird, soll spätestens 2010 realisiert werden.

22.05.2006

Der Antara ist noch nicht auf dem Markt, da denkt Opel bereits über ein zweites Sport Utility Vehicle nach. Doch anders als in den neunziger Jahren, als die deutsche GM-Tochter schon einmal mit zwei Geländewagen (Frontera und Monterey) das Offroad-Terrain beackerte, soll dem Mittelklasse-Allradler Antara kein prestigeträchtiger Nobel-Opel zur Seite gestellt werden, sondern dem Markt gehorchend ein kleineres 4x4-Modell.

Denn das Segment preisgünstiger SUV´s wächst wie kaum ein anderes in Europa - kein Wunder, dass diesem Trend zur Zeit fast alle großen Hersteller hinterher hecheln. Fiat ist mit dem Sedici bereits startklar, der baugleiche Suzuki SX4 scharrt auch schon mit den Rädern, Jeep bringt Ende des Jahres die auf Personenwagen-Plattform (Dodge Caliber) basierenden Compass und Patriot, und VW entwickelt einen SUV auf Golf-Basis.

Doch damit nicht genug: Volvo arbeitet an einem XC50, Landrover denkt über einen Offroader unterhalb des Freelander nach, Toyota hat mit dem Urban Cruiser wie VW auf dem Genfer Salon schon eine Studie präsentiert, PSA (Peugeot und Citroen) baut zwei markenspezifische Allradler auf Basis des neuen Mitsubishi Outlander, und Renault bringt 2008 einen bei Samsung in Korea gefertigten SUV auf den Markt.

Angepeilter Preis: unter 20.000 Euro

In Korea laufen ja auch der Opel Antara und sein siebensitziges Schwestermodell Chevrolet Captiva vom Band, die beide bei GM Daewoo gefertigt werden. Für den Kompakt-SUV sucht Opel derzeit noch einen Kooperationspartner, "denn günstige Fertigungskosten“, so ein GM-Manager, "haben bei diesem Projekt höchste Priorität.“ Schließlich soll der Verkaufspreis des kleinen Opel-Kraxlers möglichst unter 20.000 Euro liegen.

Im Vorfeld hatte Opel seine Fühler nach einem Einstieg beim Fiat-Suzuki-Projekt in Ungarn ausgestreckt, aber von den Aktien beider Firmen hat sich die US-Mutter General Motors ja erst kürzlich getrennt und auch die sehr Personenwagen nahe Konzeption von Sedici und SX4 überzeugte die Opel-Mannen nicht so richtig.

Vorbild ist da eher ein Modell aus Japan: die Neuauflage des Daihatsu Terios. Er hat mit 4,10 Meter Länge und 1,63 Meter Höhe zwar nahezu die gleichen Außenabmessungen wie Sedici und SX4, entspricht aber mit steiler Frontscheibe und großer Bodenfreiheit mehr der SUV-üblichen Silhouette. Opel sondiert zwar nach allen Seiten, aber ein Partner aus dem asiatischen Raum käme am gelegensten - nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen der Qualität und der Erfahrung im Segment der kleinen SUV´s.

Falls sich dennoch kein anderer Co-Produzent als wieder GM Daewoo finden sollte, könnte Opel das Projekt wie beim Antara auch wieder mit Hilfe von GM Daewoo in Korea stemmen. Denn der kompakte Opel SUV ließe sich auch auf der Plattform des für 2009 anstehenden nächsten Astra realisieren. Angedacht sind Versionen mit Front- und Allradantrieb sowie mit Benzin- und Turbodieselmotoren zwischen 1,6 und zwei Liter Hubraum.

Der Verkaufsstart hängt vom Kooperationspartner und der Entscheidungsschnelligkeit der GM-Leute ab: 2009 oder 2010.

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