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Opel Produkt- und Umweltoffensive

Reilly kündigt zahlreiche Neuerungen an

Opel Ampera Foto: SB-Medien 21 Bilder

Opel-Chef Nick Reilly kündigt eine große Produkt- und Umweltoffensive an. "Innerhalb der kommenden zwei, drei Jahre werden wir rund 80 Prozent unserer tragenden Modelle - Corsa, Astra, Insignia, Meriva und Zafira - rundum erneuern", sagte Reilly.

16.12.2009 Harald Hamprecht

"Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Marktanteil in Europa nicht nur halten, sondern sogar ausbauen können. Derzeit haben wir einen Marktanteil von 6,5 Prozent in Gesamt-Europa, in Westeuropa liegt er sogar bei 7,3 Prozent. In Deutschland sollten wir unseren Marktanteil von derzeit neun Prozent mittelfristig auf zehn Prozent und mehr steigern."

Opel Ampera 2:53 Min.

Reine Elektro- und Hybrid-Modelle geplant

Eine Kehrtwende kündigte Reilly beim Thema Hybrid an. "Wir werden auch Hybrid-Motoren in unser Programm aufnehmen, in den kommenden fünf Jahren", so Reilly. Vorgänger Carl-Peter Forster hatte das als zu teuer abgelehnt. Der erste Elektro-Wagen mit verlängerter Reichweite ("Range-Extender") namens Opel Ampera werde wie geplant Ende 2011 auf den Markt kommen. Reilly: "Anfangs rechnen wir mit zehn- bis fünfzehntausend Fahrzeugen im Jahr. Später könnten es aber schnell substanziell mehr werden." Reilly kündigt zudem erstmals den Verkauf von reinen Elektroautos - ohne Range-Extender - an. Starten soll dieser schon "innerhalb der kommenden drei Jahre. Das erste Modell wird ein eigenständiges Auto sein. (...) Allerdings werden Elektromotoren bei Opel danach auch in existierende Karosserien Einzug halten." Reilly: "Wir planen eine Umwelt-Offensive, denn wir nehmen das Thema Verbrauch, CO2-Ausstoß (zum CO2-Rechner)  und Umweltverträglichkeit sehr ernst."

Insgesamt bekomme Opel in der Produktentwicklung "viel mehr Eigenständigkeit", verspricht Reilly. "Autos, die einen Opel-Blitz auf der Haube tragen, werden entweder komplett hier in Rüsselsheim entwickelt, oder - falls die Basis-Architektur aus anderen Entwicklungszentren stammt - zumindest unter größtmöglicher und kontinuierlicher Beteiligung von Opel-Ingenieuren." Bestes Beispiel sei der Nachfolger des Opel Corsa, der erstmals auf einer globalen GM-Architektur entwickelt wird. "Ursprünglich war geplant, alle Modelle auf dieser Architektur komplett in Südkorea zu entwickeln. Jetzt steigen wir schon früh ein und holen einen Großteil der Entwicklungsarbeit nach Deutschland zurück."

Suzuki-Kooperation wird fortgeführt


Ganz oben auf der Wunschliste neuer Modelle stehe ein neues Einstiegsmodell:  "Wenn wir die Entscheidung fällen, und das wird im ersten Quartal 2010 passieren, dann brauchen wir nicht mehr als 24 Monate, um das Auto in den Markt zu bringen, weil wir auf eine bestehende Architektur aufsetzen werden." Das bisherige Einstiegsmodell namens Agila, das in Kooperation mit Suzuki gebaut wird, bekomme einen Nachfolger, obwohl VW inzwischen bei Suzuki eingestiegen ist. "Alle bestehenden Projekte mit GM werden fortgeführt. Ich persönlich glaube, dass es in diesem Segment Platz für zwei Modelle gibt: eines, das mehr nutzwertig positioniert ist wie der Agila, und ein weiteres, das eher sportlich und lifestylig daherkommen wird wie unser zukünftiger Mini."

Corsa-SUV ab 2012/13, Antara 2014


Zugleich bestätigte Reilly, dass Opel einen kleinen SUV auf Corsa-Basis auf den Markt bringen wird. "Das Auto kommt  2012/2013. Wir prüfen noch den optimalen Produktionsort. Südkorea ist hier eine durchaus realistische Option." Entgegen bisheriger Spekulationen wird der SUV Antara "spätestens 2014" einen Nachfolger bekommen. Ein Flaggschiff oberhalb des Insignia sei indes kommendes Jahrzehnt nicht geplant: "Wir müssen erst einmal unsere Restrukturierung erfolgreich realisieren, daneben unser Image auf Vordermann bringen und ordentliche Gewinne schreiben. Das nehmen wir uns für das Jahr 2012 vor", sagte Reilly.

Deutlich über Plan liegen die Verkaufszahlen des Insignia. "Wir werden dieses Jahr in Europa rund 160.000 Fahrzeuge verkaufen. Das sind 20.000 mehr als ursprünglich geplant. Und der Deckungsbeitrag eines jeden Fahrzeugs ist spürbar höher als beim Vorgängermodell." Ähnlich optimistisch ist Reilly für den neuen Astra. "Allein für den neuen Fünftürer rechnen wir im nächsten Jahr mit 180.000 Verkäufen - obwohl er erst nach und nach bis Juni 2010 in die europäischen Märkte eingeführt wird."

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