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Opel Race Camp

Opel sucht den Superstar

Foto: Kebschull 28 Bilder

Die Idee ist neu: Ein Casting, um Rennfahrer für ein 24-Stunden Rennen zu finden - und der Andrang war überwältigend. 18.500 motorsportbegeisterte Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren haben sich bei Opel gemeldet.

08.05.2007 Gerd Kebschull Powered by

"Von dieser großen Resonanz, waren wir selbst überrascht", sagt René de Boer, Pressesprecher von OPC Race Camp, "aber natürlich positiv", fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. Von den 18.500 Bewerbern wurden nach einem strengen Auswahlverfahren 500 zu einer Sichtung im Opel-Testzentrum Dudenhofen eingeladen, darunter fast 100 Damen.

Bis einschließlich 2. Mai wurden täglich Gruppen von etwa 30 Teilnehmern auf ihre Renntauglichkeit getestet. Heute geht es darum, in die Runde der letzten 100 Fahrer zu kommen, die dann zum Nürburgring eingeladen werden. Es komme nicht darauf an, einen fast fertigen Rennfahrer zu einem Spitzenfahrer zu machen, erklärt Manuel Reuter, Motorsportstar und Initiator dieser Aktion, sondern Menschen mit Entwicklungspotenzial zu finden. 27 gespannte Zuschauer hängen an seinen Lippen. "Die Nordschleife ist die ’Grüne Hölle’, erklärt der Rennfahrer, "wir wollen heute sehen, was in Euch steckt."

Erfahrene Rennfahrer scannen die Teilnehmer

Reuter stellt seine Trainer vor. Alles erfahrene Rennfahrer, die schnell erkennen, ob einer das Zeug zum Rennfahrer hat. Sascha Bert ist im letzten Jahr erfolgreich in der FIA-GT-Meisterschaft gestartet und fährt in diesem Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit.

Christian Riegler ist in Rallye-Kreisen bekannt. Klaus Panchyrz war lange erfolgreich im Motorsport - mit Siegen in der Formel 3000 und ist ein echter Kenner der Grünen Hölle.

37 Sekunden  - wer länger braucht, geht

Reuter gibt das Ziel vor: "39 Sekunden ist OK, 38 ist gut, aber um dabei zu bleiben, solltet Ihr weniger als 37 Sekunden für den neuen Rundkurs brauchen." - das Ziel ist gesteckt, es kann losgehen.

Einfache Übung - Slalomkurs

Nach einer kurzen Einweisung quietschen bald die ersten Reifen und so manche Pylone wird weggesemmelt. Die Teilnehmer sind aufmerksam und angespannt. Nach dem Start des Motors erst einmal den Astra OPC mit 240 PS abgewürgt. Kann passieren.

Schon geht es weiter zur Brems- und Ausweichübung. Mit etwa 80 km/h das Hindernis ansteuern: Vollbremsung. Lenkarbeit ist nun gefordert, gegenlenken. Was ist unter-, was übersteuern? Panchyrz zeigt, wie es geht und schon sind wieder die Teilnehmer dran. Die ersten Verunsicherungen: War ich nicht gut? Enttäuschung.


Andere sind wißbegierig, fragen ständig: Was kann ich besser machen? Genau das wollen die Instruktoren sehen: Mut, Entschlossenheit, Lernfähigkeit, aber kein Draufgängertum, Teamplayer, Gespür für das Auto. "Dein Einsatz war gut", lobt Panchyrz, "sehr gute Lenkarbeit." Da strahlt der Fahrer. Bei einem jungen Mann die Zwischenbilanz der Instruktoren: "Er kann es nicht und merkt es nicht, dass er es nicht kann." - Ein KO-Kriterium.

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