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Opel-Rettung

Einigung über Belegschaftsbeitrag steht bevor

Opel Logo wir leben Foto: dpa

Nach monatelangem Tauziehen bahnt sich bei Opel eine Einigung über den millionenschweren Arbeitnehmerbeitrag zur Rettung des Autobauers an. Opel-Chef Nick Reilly erwartet in Kürze eine Einigung.

18.05.2010

"Die Perspektive für das Unternehmen wird nicht an den Arbeitnehmern scheitern", sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt, Armin Schild, vor der Opel-Aufsichtsratssitzung am Dienstag (18.5.).

GM hofft auf 1,8 Milliarden Euro für Opel-Sanierung

Es gebe zwar offene Punkte, die eine Einigung noch unmöglich machen könnten. "Die Verständigung darüber steht noch aus", betonte Schild, der im Opel-Aufsichtsrat sitzt: "Aber ich halte eine Lösung für möglich." Opel-Chef Nick Reilly hatte am Montag in einem Brief an die Belegschaft geschrieben, er erwarte "in Kürze" eine Einigung mit den Beschäftigten.

Das Einvernehmen zwischen Management, Betriebsrat und Gewerkschaften gilt als Voraussetzung für mögliche deutsche Staatshilfen. Von den europäischen Ländern erhofft sich der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) nach früheren Angaben 1,8 Milliarden Euro zur Sanierung der Tochter. In Deutschland sollen Bund und Länder zusammen für mehr als eine Milliarde Euro bürgen.

Opel-Betriebsrat verlangt Gewinnbeteiligung

Bei den Verhandlungen geht es um einen Verzicht der Mitarbeiter unter anderem auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld und eine Verschiebung der eigentlich 2011 anstehenden Tariferhöhung. Der Sanierungsbeitrag wurde bisher auf 265 Millionen Euro pro Jahr bis 2014 veranschlagt. Allerdings war die Höhe der Beiträge nach dpa-Informationen zuletzt noch umstritten. Die Arbeitnehmerseite will den Lohnverzicht demnach zumindest im laufenden Jahr drücken. Offen war zudem die Frage, welche Sicherheiten das Unternehmen den Mitarbeitern dafür bietet, dass es die Mittel tatsächlich für die im Geschäftsplan versprochenen Projekte einsetzt. GM hatte eine Kapitalbeteiligung der Belegschaft am Unternehmen abgelehnt, nun ist dem Vernehmen nach eine Hinterlegung von GM-Aktien bei einem Treuhänder im Gespräch. Zudem verlangt der Betriebsrat eine Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter.   

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