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Opel-Rettung

Übernahme durch Fiat immer wahrscheinlicher

Opel Logo mit Fiat Foto: dpa/ams 144 Bilder

Der angeschlagene Autobauer Opel steht vor einer Übernahme durch Fiat. Das sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Donnerstag und bestätigt damit Berichte vom gestrigen Mittwoch (22.4.) 

23.04.2009 Harald Hamprecht

Wie auto motor und sport aus gut informierten Kreisen beider Konzerne erfuhr, soll es sogar schon Gespräche zwischen Fiat-Chef Sergio Marchionne und dem  neuen GM-Chef Fritz Henderson gegeben haben.

Arbeitnehmervertreter lehnen Fiat-Einstieg ab

Eine entsprechende Absichtserklärung soll nach "Spiegel"-Informationen bereits am kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Franz konnte diesen Termin zwar nicht bestätigen: "Ich gehe aber davon aus, dass er stimmt." Die europäischen Arbeitnehmervertreter sind gegen einen Einstieg der Italiener. Sie fürchten einen massiven Stellenabbau bei Opel in Deutschland. Fiat machte keine Angaben zu seinem angeblichen Interesse.    

Fiat strebe keine strategische Partnerschaft an, kritisierte Franz. Das Unternehmen wolle lediglich kurzfristig an Bürgschaften kommen. "Fiat hat 14,2 Milliarden Euro Schulden und richtig dicke Liquiditätsprobleme. Die kommen derzeit nicht an Geld", sagte Franz. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte einem möglichen Investor von Opel Ende März staatliche Unterstützung zugesagt.    

Massiver Stellenabbau befürchtet

Franz befürchtet, dass Fiat spätestens nach der Bundestagswahl in Deutschland massiv Stellen abbauen werde. Opel und Fiat machten sich in allen Segmenten "brutale Konkurrenz". "Für so ein durchsichtiges Konzept können die Regierungen keine Bürgschaften geben", forderte der Gesamtbetriebsratschef, der auch stellvertretender Opel-Aufsichtsratsvorsitzender ist.  

Opel und Fiat haben eine gemeinsame, aber wenig erfolgreiche Geschichte. GM hatte sich vor neun Jahren an Fiat beteiligt, stieg Anfang 2005 gegen eine Zahlung von 1,5 Milliarden Euro aber wieder aus der Allianz aus.

Fiat im ersten Quartal in den roten Zahlen


Im ersten Quartal 2009 ist der italienische Autokonzern Fiat in die roten Zahlen gerutscht. Der Fehlbetrag erreichte 410 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte es noch 405 Millionen Euro Gewinn gegeben. Der Umsatz schrumpfte stark von knapp 15,1 auf 11,27 Milliarden Euro. Nach einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 783 Millionen Euro im ersten Quartal 2008 steht nun ein Verlust von 129 Millionen Euro.

Weitere Informationen zu dem Thema Opel(-Investoren) sowie den kompletten Modellfahrplan der Rüsselsheimer bis 2013 finden Sie in der Ausgabe 10 von auto motor und sport, die ab 23. April am Kiosk liegt.

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