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Opel-Sanierung - Einigung rückt näher

Einigung mit Arbeitnehmern in Sicht

Opel Logo Foto: dpa

Der angeschlagene Autohersteller Opel kommt auf seinem Sanierungskurs voran. Unternehmen und IG Metall bestätigten am Freitag (7.5.), dass sich Management und Betriebsräte auf Grundzüge eines Sparprogramms verständigt haben.

07.05.2010

Eine endgültige Einigung über Sparbeiträge der Arbeitnehmer soll noch im Mai erreicht werden, sagte Opel-Chef Nick Reilly dem "Handelsblatt". Der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt, Armin Schild, nannte am Freitag den Termin der kommenden Aufsichtsratssitzung am 18. Mai als möglichen Zeitpunkt.

Unternehmen erreicht gemeinsames Verständnis mit Belegschaft

Ein Opel-Sprecher bestätigte, dass es in dieser Woche zahlreiche Treffen mit Betriebsräten von sämtlichen deutschen Standorten gegeben habe. Dabei sei "ein gemeinsames Verständnis" über die zur Sanierung des Unternehmens notwendigen Beiträge der Arbeitnehmer erzielt worden. Opel will mit Hilfe seiner Beschäftigten 265 Millionen Euro einsparen. In den Gesprächen soll es unter anderem um die künftigen Produktionsplanungen gegangen sein. Vor allem im Werk Bochum fehlen demnach Folgeaufträge zum derzeitigen Programm.
 
Die Zahl von 265 Millionen sei politisch aus den Verhandlungen zur geplatzten Übernahme durch die austro-kanadische Magna-Gruppe übernommen worden, erklärte Schild. Sie sei in der Höhe für die IG Metall zwar erreichbar, aber gegenüber Alteigentümer General Motors nicht verbindlich. Von den Tarifmitarbeitern in Deutschland würden etwa 177 Millionen Euro gefordert, das seien etwa 70 Prozent des Sparbeitrags von 265 Millionen, den sämtliche 25.000 Arbeitnehmer in den deutschen Werken aufbringen sollen. Dafür müsse die Gegenleistung stimmen.
 
Nach Informationen aus Verhandlungskreisen will Opel sich verpflichten, niemanden gegen seinen Willen zu kündigen. Auch die Umwandlung in einer europäische Aktiengesellschaft SE ist im Gespräch.

Ausgestaltung der Gewinnbeteiligung ist noch offen

Noch offen ist laut Schild auch noch die Ausgestaltung einer im Prinzip vereinbarten Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer. Die Gewerkschaft will zudem die Sparbeiträge "hochwasserdicht" absichern. Eine Kapitalbeteiligung wie bereits mit Magna vereinbart, hatte die Opel-Mutter GM abgelehnt. Dem Vernehmen nach wird nun die Einrichtung von Treuhandkonten diskutiert, auf denen Gelder der Belegschaft gesichert werden sollten.
 
Die angestrebten Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern gelten als Voraussetzung für Fortschritte bei den Verhandlungen um die öffentlichen Milliardenhilfen, die Opel unter anderem vom deutschen Staat erwartet. Der Autobauer benötigt nach eigenen Angaben 1,8 Milliarden Euro öffentliche Hilfen, davon sollen 1,3 Milliarden aus Deutschland kommen.

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