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Opel-Sanierung

GM-Entscheidung über Investor weiter offen

Opel GM Logo Foto: dpa 144 Bilder

Mit seinem verbesserten Angebot für Opel hat der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna die Skepsis der einstigen Opel-Mutter General Motors (GM) nicht ausgeräumt. Die Offerte umfasse Passagen, die nicht umsetzbar seien, schrieb GM-Verhandlungsführer John Smith am Dienstag (29.7.) in einem Internet-Blog des Konzerns.

29.07.2009

Grundsätzlich sei die Entscheidung über einen Investor für die bisherige deutsche Tochter aber weiter offen. Magna hatte am Dienstag nachgelegt und sein Barangebot erhöht. Die Bundesregierung erwartet bei den schwierigen Verhandlungen einen Durchbruch innerhalb der nächsten Wochen.


GM hadert mit Magna-Angeboten zu Russlandgeschäften und Patenten

Die Offerte von Magna beinhalte zu Patent-Nutzungsrechten und zu den russischen Aktivitäten Punkte, die nicht realisierbar seien, schrieb Smith. Die Diskussion mit Magna darüber dauere an. Zum Gegenangebot vom Finanzinvestor RHJ International schrieb Smith: "Es hat eine weit einfachere Struktur und ist einfacher umzusetzen."

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) verschärft derweil seine Kritik am Management  von GM. Im "Handelsblatt" (Donnerstag) wirft er dem Konzern vor, den Abschluss mit dem von Deutschland bevorzugten Bieter Magna zum Schaden Opels mutwillig zu verzögern. "Ich habe den Eindruck, das Management von GM denkt, es habe Deutschland nach dem Board Meeting kommenden Montag nur seine Entscheidung mitzuteilen. Wir sind nicht die Vollstrecker von
Wünschen aus Detroit."

GM sei weiter völlig offen

Smith schrieb hingegen, GM bevorzuge weder Magna noch RHJI. "Wir sind weiter völlig offen für einen zufriedenstellenden Abschluss mit einem der beiden Bieter." Ein Abschluss des Geschäfts bis Ende September sei noch machbar.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm erklärte am Mittwoch in Berlin: "Wir müssen am Ende zu einer Gesamtlösung kommen. Das wird gelingen. Und wir kommen Stück für Stück voran." Auf dem Weg zum definitiven Vertragsabschluss im Herbst werde aber "noch eine ganze Reihe von Gesprächen in den nächsten Wochen stattfinden".

RHJ-Offerte ist vernünftig und praktikabel

Zuletzt hatten sich zwar die Regierungen von Bund und Ländern mit Opel-Standorten sowie der Opel-Betriebsrat für Magna ausgesprochen. Verkäufer ist jedoch GM. Für den US-Autokonzern bleibt die RHJI-Offerte eine "vernünftige und praktikable Option" angesichts der schwierigen Verhandlungen mit Magna, schrieb Smith.

Dazu sagte Regierungssprecher Wilhelm, eine mögliche GM-Präferenz für RHJI mache ihm keine Sorgen. Jeder habe zwar bestimmte Interessen. Die Beteiligten müssten sich aber am Ende verständigen. Das Interesse der Bundesregierung sei die größtmögliche Wertsicherung für die geplanten staatlichen Bürgschaften und Garantien für Opel. Erst dann könne darüber positiv entschieden werden. Denkbar sei, dass Jens Weidmann - Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - noch in dieser Woche am Rande von vorbereitenden Gesprächen des G20-Gipfels in Pittsburgh mit Vertretern der US-Regierung über Opel sprechen werde.

Medien verbreiten falsche Zahlen

Wie die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete, rechnet der Opel-Betriebsrat im Falle einer Übernahme mit einem deutlich stärkeren Stellenabbau als bisher angenommen. Das Blatt (Mittwoch) schreibt unter Berufung auf einen Brief des Betriebsrats, dass längerfristig europaweit bis zu 22.000 Arbeitsplätze gefährdet seien. Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz sagte am Mittwoch, die Angaben seien "uralt": "Die Zahlen sind nicht mehr aktuell." Dem
Vernehmen nach wollen beide Bieter rund 10.000 Stellen streichen.

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