Opel-Sanierung
GM spaltet Opel schuldenfrei ab
Der US-Autokonzern General Motors hat sein Europa-Geschäft mit der Hauptmarke Opel rechtlich abgespalten. Die Unternehmenswerte wie die europäischen Werke, die Patente und der Zugriff auf Technologien sei auf die deutsche Tochter Adam Opel GmbH schuldenfrei überschrieben worden.
Das teilte das Unternehmen am Mittwoch (27.5.) am Stammsitz in Rüsselsheim mit. Hinter der Entscheidung dürfte die US-amerikanische Regierung als Hauptgläubiger von GM stehen.

Opel · GM · Abspaltung · Schuldenfrei
Treuhand-Modell wird immer wahrscheinlicher
Der Aufsichtsrat der Opel GmbH akzeptierte auf einer außerordentlichen Sitzung gleichzeitig das geplante Treuhandmodell der Bundesregierung, die am Abend eine Vorentscheidung über den neuen Investor fällen wollte. Die geplante Brückenfinanzierung könnte nach den Worten von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ebenfalls bereits an diesem Mittwoch beschlossen werden. Am Mittag berieten die zuständigen Bundesminister im Kanzleramt über Opel. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.
Mit dem juristischen Schritt der Vermögensübertragung soll Opel aus der drohenden GM-Insolvenz in den USA herausgehalten werden. Bis zum Zuschlag für einen Investor wird ein Gremium aus Bundesregierung und GM die Geschicke des europäischen Opel-Unternehmens lenken. Dies hat der Aufsichtsrat ebenfalls beschlossen. Übertragen wurden laut Opel die europäischen Werke, die Patente und der Zugriff auf Technologien.
Bundesregierung berät über Opel
Im ARD-"Morgenmagazin" sagte Steinbrück: "Es stehen drei Fragen an heute: Welchen Investor würden wir präferieren, wie sieht es aus mit dem Treuhandmodell, und daraus resultierend die Frage eines Überbrückungskredits in der Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro." Steinbrück fügte hinzu: "Wir sind ins Gelingen orientiert und nicht ins Scheitern." Mit der Brückenfinanzierung soll Opel im Falle der erwarteten GM-Insolvenz genügend Liquidität bekommen, um die Zeit bis zum Abschluss der Investorensuche zu überbrücken.
In Berlin geht es angesichts der drohenden Insolvenz von General Motors unter anderem um die Bewertung der Konzepte der drei Interessenten Fiat, Magna und Ripplewood. Bisher überzeugen die Angebote Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) noch nicht. Der Minister forderte Nachbesserungen, andernfalls sei auch eine Insolvenz von Opel möglich. Auch ein chinesischer Interessent habe sich gemeldet. Dabei handelt es sich nach Medienberichten um die Beijing Automotive Industry Corp. (BAIC).
Berater stufen alle Angebote als unzureichend ein
Berater der Bundesregierung haben nach einem Zeitungsbericht ein vernichtendes Urteil über die Konzepte der Bieter gefällt. Sie empfehlen der Bundesregierung nach Informationen des Handelsblatts deshalb, keinesfalls bereits an diesem Mittwoch einen Bieter auszuwählen. Eine Vorfestlegung wäre eine Katastrophe, habe es in den Beraterkreisen geheißen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte, das Papier sei die Meinung eines Investmentbankers und nicht die der Bundesregierung. Dass solche Papiere "durchgestochen" würden, zeuge von der Intensität der "Bieterschlacht". In dem Papier war insbesondere die geringe Eigenkapitalausstattung beim Magna-Modell kritisiert worden.
Koch selbst geht mit einem klaren Vorzug für Magna in die Opel-Runde im Kanzleramt. Das Konzept sei überschaubarer und klarer beurteilbar als bei der Konkurrenz, sagte der Ministerpräsident am Mittwoch in Frankfurt. Fiat sei für die Beteiligten eine "Black Box", von der niemand genaue Zahlen gesehen habe. Ohne nachhaltige Änderung würde sämtliche staatliche Hilfe innerhalb von zwei Jahren allein bei Fiat verschwinden. "Ich will auch, dass kein Cent deutsches Geld nach Italien fließt." Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte im Spiegel gesagt, dass Fiat-Auto derzeit Geld verdiene.
An dem Treffen im Kanzleramt nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Guttenberg auch die Regierungschefs der vier Bundesländer mit Opel-Standorten, GM-Europachef Carl-Peter Forster und ein Vertreter des US-Finanzministeriums teil. Bei den Gesprächen sollen zudem die Manager der Interessenten getrennt voneinander Rede und Antwort stehen.
Immer wieder fordert Opel mehr Zeit und Geld. Ich frage mich wie die überhaupt etwas "fordern" können? Das ist schon dreist, denn die haben Schulden und wollen nun dass der Staat (sonst immer sooo böse) sie rettet.
Unternehmen die bisher nicht überlebensfähig waren und rote Zahlen schreiben werden das auch weiterhin tun - auch Opel.
Ich arbeite nicht, damit der Staat mit meinen Steuern und meiner Arbeit marode Unternehmen am Leben hält die dann doch sterben.
Das ist alle Wahlkampf. Würden keine Wahlen bevorstehen wäre Opel schon tod. Wenn Opel gerettet wird weiß ich wen ich nicht mehr wählen werde: Die Regierun die populistisch Geld in tote Firmen pumpt und verbrennt.
Unter Abwägung aller Fakten scheint der Investor MAGNA der "Richtige" zu sein. Man kann nur hoffen, dass unser Wirtschaftsminister Herr Zu GUTTENBERG nun bei der Stange bleibt und nicht permanent von einer "Planinsolvenz" redet. GM in den USA wird m.E in Kürze die Insolvenz nach Chapter 11 nicht erspart bleiben. In diesem zusammenhang war es wichtig für OPEL, dass GM/USA OPEL freigegeben hat.
Im Interesse der OPEL- und Zulieferbeschäftigten sollte nun die "OPEL-Misere" sobald wie nur möglich abgeschlossen werden können.
Opel 4 ever:)))
























































