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Opel-Sanierung

GM will 10.000 Arbeitsplätze streichen

Opel Logo frostig Foto: dpa 144 Bilder

General Motors (GM) will rund 10.000 Stellen bei Opel in Europa streichen. Damit unterscheide sich der GM-Plan kaum von dem Vorhaben der Bieter Magna der RHJI, sagte GM-Vize- Präsident John Smith am Mittwoch (4.11.) in einer Telefonkonferenz.

05.11.2009

In allen Konzepten sei man davon ausgegangen, dass die Strukturkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten.

Rund 10.000 Stellen stehen auf dem Spiel

"Wir gehen alle davon aus, dass das den Abbau von rund 10.000 Stellen bedeutet, um Opel in eine profitable und tragfähige Situation zu bringen", sagte Smith und versprach: "Sie können davon ausgehen, dass genau diese Zahl auch im GM-Restrukturierungsplan stehen wird." Opel beschäftigt in Europa rund 50.000 Mitarbeiter.
 
Gleichzeitig sagte Smith, entgegen der früheren GM-Planung, das Werk in Bochum zu schließen, könne es möglicherweise eine attraktive Lösung geben. Das sei aber noch nicht entschieden.
 
GM will den Restrukturierungsplan, der auf einem früheren Konzept beruht, möglichst bald ausarbeiten und dann den europäischen Regierungen vorlegen. Der Autobauer ist zuversichtlich, trotz aller aktuellen Kritik auch von Deutschland Staatshilfen zu bekommen: "Ich bin hoffnungsfroh, dass die Bundesregierung unseren Plan, wenn sie ihn gesehen hat, gut finden und uns genauso unterstützen wird wie die Regierungen aus Spanien, Polen und Großbritannien."

Forster: Alles beginnt wieder von vorne

Auch Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster rechnet mit massiven Einschnitten bei der Sanierung des deutschen Autobauers. "Wir hatten einen guten Sanierungsplan ausgehandelt, der auf dem Tisch lag und fertig war", sagte Forster der "Bild"-Zeitung. "Jetzt besteht die Gefahr, dass die vernünftige Verteilung der Lasten wieder aufgeschnürt wird und alles von vorne beginnt. Sicher ist: Es wird auch bei dieser Lösung massive Einschnitte geben."
 
Die Entscheidung der US-Konzernmutter, Opel doch zu behalten, habe ihn überrascht, sagte Forster der Zeitung: "Wir haben mit dieser Entscheidung nicht gerechnet." Schnellstens müssten daher mit GM Verhandlungen aufgenommen werden, um offene Fragen zu klären. Dies werde einige Zeit dauern.
 
Zu seiner Zukunft bei Opel äußerte er sich zurückhaltend: Es sei kein Geheimnis, dass er einen Verkauf an den österreichisch- kanadischen Zulieferer Magna für gut gehalten habe. "Ich werde in Ruhe nachdenken."

Polen reagiert positiv

Die polnische Regierung hat auf die Entscheidung des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM), den deutschen Autobauer doch zu behalten, positiv reagiert. Die Zukunft für den polnischen Opel-Standort Gleiwitz (Gliwice) sehe nun "wesentlich besser" aus, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak am Mittwoch. Die Amerikaner seien pragmatischer eingestellt und schätzten die Wirtschaftlichkeit der Firma, sagte Pawlak der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Die Fabrik im oberschlesischen Gleiwitz gehört zu den modernsten Opel-Standorten. Im November soll dort die Produktion des neuen Opel Astra (Fahrbericht) starten.

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