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Opel-Sanierung

Händler wollen Opel-Käufer Magna helfen

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Der Opel-Käufer Magna bekommt kräftige Unterstützung von Händlern und Mitarbeitern. Die europäischen Opel-Händler sind bereit, mit einer Geldspritze von bis zu 500 Millionen Euro den Neustart des Autobauers zu unterstützen.

01.10.2009

Zugleich bieten die Opel-Beschäftigten einen Lohnverzicht zur Sanierung des Unternehmens an. Dabei geht es um bis bis zu 265 Millionen Euro pro Jahr. Unterdessen droht Magna ein weiterer Rückschlag: Der österreichisch-kanadische Autozulieferer soll für Chrysler keine Autos mehr bauen.
 
 

Mitarbeiterbeteiligung weiter umstritten

Die Verhandlungen zwischen Betriebsrat, Gewerkschaft und dem Management über Zugeständnisse der Mitarbeiter wurden am Mittwoch (30.9.) in Rüsselsheim fortgesetzt und sind nach Angaben aus Verhandlungskreisen auf der Zielgeraden. In den nächsten Tagen sei mit einem Abschluss zu rechnen. Umstritten ist dabei weiter die künftige Mitarbeiterbeteiligung. Der Betriebsrat hatte im Gegenzug für den geforderten Lohnverzicht eine Beteiligung am Unternehmen von 10 Prozent verlangt.
 
Nicht nur die Beschäftigten, auch die Händler wollen künftig bei "New Opel" mitreden. Der Verband Europäischer Opel-Händler (Euroda) will bis zu 500 Millionen Euro von seinen Mitgliedern einsammeln und erneut mit dem Autozulieferer Magna über eine Beteiligung beim neuen Opel-Verbund verhandeln. "Wir wollen als Händler vernünftig beteiligt werden, damit wir ein Mitspracherecht auf Vertriebsebene bekommen", sagte Euroda-Vizepräsident Albert Still am Mittwoch auf Anfrage und bestätigte einen Bericht der "Welt". Das könne eine Beteiligung an der neuen Finanzdienstleistungssparte des Unternehmens sein wie an einer neu zu gründenden Opel-Bank oder einem Versicherungsdienstleister.
 
Nach Informationen aus Branchenkreisen verliert Magna die Fertigungsaufträge von Chrysler, soll aber weiter Autoteile an den US-Autobauer liefern. Fiat-Chef Sergio Marchionne, der nach der Übernahme des US-Autobauers durch die Italiener auch Chrysler führt, wolle wieder mehr im eigenen Haus produzieren. Fiat hat selbst einst mit Magna um Opel gerungen und will sich als starker Konkurrent zu General Motors und Opel etablieren.
 
Bei der Frage der Beteiligung hatte Magna den Händlern zwar bereits einen Absage erteilt, einen Anteil an "New Opel" an sie abzugeben. Magna habe aber bereits positiv auf das Angebot reagiert, sagte Euroda-Vize Still. "Allerdings haben wir noch keine präzisen Verhandlungen begonnen."

Magna steht Händler-Engagement positiv gegenüber
 
Ein Magna-Sprecher sagte der "Welt", für "New Opel" sei ein Beitrag der Händler zur Stabilisierung des Unternehmens wichtig. Details müssten in den kommenden Verhandlungen geklärt werden. Laut Euroda-Vize Still könnten die Gespräche ab der dritten Oktoberwoche wieder aufgenommen werden. Still geht davon aus, dass selbst die belgischen Händler an Bord bleiben, wenn das Werk Antwerpen geschlossen würde. "Die wollen doch auch dann noch Opel-Autos verkaufen", sagte Still.

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