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Opel-Sanierung

Magna legt erstes Grob-Konzept vor

Foto: dpa 144 Bilder

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein "erstes interessantes Grobkonzept" für einen Einstieg bei Opel vorgelegt.

28.04.2009

Jetzt gehe es darum, dieses Konzept mit Fakten und Zahlen zu unterlegen, sagte Guttenberg am Dienstag (28.4.) nach einem Treffen mit Vertretern von Magna in Berlin.

Es fehlen noch immer verlässliche Opel-Zahlen

Dies gelte auch für den italienischen Autobauer Fiat, der ebenfalls an Opel interessiert ist. Die Konzepte von Fiat und Magna seien jedoch so unterschiedlich, dass es nicht vorstellbar sei, dass sich beide Unternehmen gleichzeitig bei Opel engagierten, hieß es.

Guttenberg kritisierte, dass immer noch keine belastbaren Zahlen vonseiten der Opel-Mutter GM und Opel auf dem Tisch lägen. Es sei natürlich ermüdend, wenn man Monate auf diese Fakten warten müsse. Ähnliche Erfahrungen machten jetzt auch mögliche Interessenten. Grundsätzlich spreche man mit allen ernsthaften Interessenten. Inzwischen hätten sich aber einige als Kandidaten herauskristallisiert.

Guttenberg kritisierte, dass einige schon während der laufenden Verhandlungen einen Kandidaten favorisierten. Diese Spekulationen schadeten der Position von Opel. Man solle Opel nicht zum Wahlkampfthema machen, sagte der Minister.

Magna strebt Mehrheit bei Opel an

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna zielt nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) auf die Mehrheit bei Opel. Direkt wolle sich Magna mit
19,1 Prozent an dem deutschen Autoproduzenten beteiligen, die Mehrheit ergebe sich dann über Tochtergesellschaften, sagte Beck am Dienstag in Mainz. "Es ist nur logisch, dass wer einsteigt auch das Sagen hat", sagte der Ministerpräsident.

Beck kritisierte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) scharf für dessen Informationspolitik im Fall Opel. Entgegen vorheriger Absprachen etwa würden die Bundesländern mit Opel-Standorten, zumindest aber Rheinland-Pfalz, nicht mit wichtigen Informationen aus Berlin versorgt. Seine Regierung sei nur deshalb detailliert auf dem Stand der Dinge, weil sie selbst von Betroffenen, etwa Magna-Europachef Siegfried Wolf, angesprochen worden sei.

- Opel auf der IAA

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