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Opel-Sanierung

Magna-Sparkurs bei Opel härter als bekannt

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Der Sparkurs des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna soll nach einem Medienbericht im Falle einer Opel-Übernahme härter ausfallen als bisher bekannt.

23.07.2009

Unter anderem sei für das Opel-Stammwerk im hessischen Rüsselsheim von 2010 an Kurzarbeit geplant, in Bochum sollten 2.045 Arbeitsplätze wegfallen und das Werk im belgischen Antwerpen soll 2010 ganz geschlossen werden, berichtete das österreichische Wirtschaftsmagazin "Format" am Donnerstag (23.7.).

Das Magazin beruft sich auf einen 25-seitigen Magna-Businessplan mit dem Titel "Projekt BEAM-Zukunftsplan Opel 2014", der dem Blatt vorliege. Aus Verhandlungskreisen hieß es am Donnerstag, die dem Blatt vorliegenden Informationen seien nicht auf dem aktuellen Stand.

Stellenabbau geringer als geplant

Laut "Format" plant Magna den Abbau von 10.560 Arbeitsplätzen bei Opel in Europa. Das wäre fast 1.000 weniger als nach dem bisher bekannten Plan. Ein Insider sagte der dpa am Donnerstag, dass Magna in jedem Fall weniger als die 11.600 Arbeitsplätze streichen wolle, von denen bislang die Rede war.

In deutschen Werken würden nach dem Bericht 3.045 Arbeitsplätze wegfallen: 2.045 in Bochum, 717 in Rüsselsheim und 283 in Kaiserslautern. Die Belegschaft in Eisenach bliebe konstant. Zusätzlich dazu sollen in der Verwaltung europaweit 1.590 Stellen gestrichen werden, diese sind in dem Bericht nicht nach Ländern aufgeschlüsselt.

Gewinnbeteiligung und Gehaltskürzung

Die Mitarbeiter müssen sich nach dem Plan auf Gehaltskürzungen sowie den Abbau von Urlaubs- und Weihnachtsgeld einstellen - so sollen 264 Millionen Euro gespart werden. Im Gegenzug sollen die Mitarbeiter mit zehn Prozent am Gewinn beteiligt werden. Dafür seien 167 Millionen Euro bis 2014 eingeplant. Diese Punkte müssten allerdings noch mit dem Opel-Betriebsrat verhandelt werden - sofern GM und die deutsche Politik dem Zulieferer den Zuschlag für die Opel-Übernahme geben. Wie es weiter hieß, will Magna die Opel-Betriebsrenten nicht weiter auszahlen und stattdessen 226 Millionen Euro in einen Pensionssicherungsverein einzahlen.

Ab 2011 soll Opel wieder Gewinn erzielen

Im Jahr 2011 will Magna laut Konzept erstmals nach der Übernahme einen Vorsteuergewinn (EBIT) von 346 Millionen Euro erzielen. 2009 rechnet der Konzern mit einem Verlust von 1,977 Milliarden Euro, im Jahr danach ist ein Minus von 1,583 Milliarden Euro einkalkuliert.

Nach dem Businessplan soll die Autoproduktion von 1,25 Millionen Fahrzeugen im kommenden Jahr bis 2014 auf 1,6 Millionen steigen. Bis 2014 will Magna 566 Millionen Euro in Russland investieren. Für die Trennung von GM rechnet Magna laut "Format" allein 2010 mit Kosten von 48 Millionen Euro.

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