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Opel-Sanierung

Mehr Infos für GM

Opel GM Logo Foto: dpa 144 Bilder

Der Verkaufspoker um den Autobauer Opel geht in die nächste Runde: Experten von Bund und Ländern berieten am Montag (17.8.) die beiden überarbeiteten Angebote von Magna und RHJI.

18.08.2009

Zudem habe die Opel-Task-Force bei dem Treffen in Berlin weitere Informationen vorbereitet, die Opels Ex-Mutterkonzern General Motors (GM) zum Magna-Konzept gewünscht habe, heißt es aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums.

GM will vom Bund mehr Infos

GM will mehr über die Bedingungen erfahren, unter denen die angekündigten Staatshilfen bei einem Zuschlag für Magna fließen könnten. Neben dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer, den Bund und Länder klar favorisieren, ist noch der belgische Finanzinvestor RHJI im Rennen.

In Verhandlungskreisen hieß es, eine Vorentscheidung rücke näher. Alle Beteiligten warteten nun darauf, dass der Verwaltungsrat von GM eine offizielle Empfehlung für einen der Bieter aussprechen. Der inzwischen nicht mehr im Insolvenzverfahren steckende US-Autobauer hatte in der Vergangenheit RHJI favorisiert. Das letzte Wort hat aber die Opel-Treuhand, in der Vertreter von GM, Bund und Ländern sitzen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte GM auf, zügig über den Verkauf von Opel zu entscheiden. "Ich hoffe, dass wir in dieser Woche eine klare Ansage bekommen, was GM will", sagte Rüttgers. "Das Gewürge muss jetzt beendet werden. Die Arbeitnehmer brauchen Klarheit." Jeder Tag koste viel Geld.

Rüttgers bekräftigte, Bund und Länder unterstützten das Konzept des Autozulieferers Magna. "Wir wollen ja eben nicht jetzt nur Geld von irgendwo haben, wir wollen, dass Opel dann auch die Märkte im Osten erobert", sagte er. Magna-Partner ist die russische Sberbank.

RHJI soll mit falschen Zahlen agieren

Der Opel-Betriebsrat warf RHJI vor, in seinem Konzept mit falschen Zahlen zu arbeiten. So würden der Aufwand für das kommende Jahr unseriös eingeschätzt und fällige Investitionen in ferne Zukunft verschoben, kritisierte der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz in Rüsselsheim.

Franz hielt den Belgiern zudem vor, keine eigenständige Marketing-Strategie für "New Opel" zu verfolgen, die schwerfällige Managementstruktur aus GM-Zeiten beibehalten zu wollen, das Händlernetz zu sehr ausdünnen zu wollen und kein schlüssiges Konzept für Finanzdienstleistungen rund ums Auto vorgelegt zu haben.

Bund und Länder wollen einem Opel-Käufer bis zu 4,5 Milliarden Euro an Krediten und Bürgschaften bieten, um das Überleben des traditionsreichen Autobauers zu sichern.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte Merkel für ihr Vorpreschen zugunsten von Magna. "Ich halte es für falsch, dass die Bundeskanzlerin sich so intensiv zum Beispiel wie beim Fall Opel fast schon als Verkäuferin des Unternehmens profiliert. Das ist nicht ihre Aufgabe", sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Deutschlandradio. Damit überschreite der Staat seine Grenzen.

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