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Opel-Sanierung

Opel-Belegschaft arbeitet drei Tage gratis

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Die Mitarbeiter der Opel-Werke in Rüsselsheim und Dudenhofen wollen noch im Mai und im Juni insgesamt drei Tage ohne Bezahlung arbeiten, um einen Beitrag zur Liquiditätssicherung von Opel zu leisten.

22.05.2009 Harald Hamprecht

Das vereinbarten Betriebsrat und Unternehmensleitung.

Opel muss Liquidität sichern

In einem Brief an die Mitarbeiter der beiden Standorte, der auto-motor-und-sport.de vorliegt, schreiben Betriebsratschef Klaus Franz und Personalchef Holger Kimmes: "Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens hat die Liquiditätssicherung in den nächsten Monaten erste Priorität.

Als Bestandteil einer Reihe von kurzfristig greifenden Maßnahmen haben die Geschäftsleitungen und zuständigen Betriebsratsgremien der Adam Opel GmbH und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die Standorte Rüsselsheim und Dudenhofen folgende Regelung beschlossen: Im Mai und Juni 2009 bringen alle Beschäftigten jeweils 1,5 unbezahlte Arbeitstage ein." Für diese drei unbezahlten Arbeitstage erhalten die Mitarbeiter im Dezember insgesamt sechs Tage bezahlten Sonderurlaub während der Weihnachts- und Silvester-Feiertage: von 21. bis 23.12.2009 und vom 28. bis 30.12.2009.

Beschäftigte unterstützen Opel

"Die Beschäftigten zeigen mit diesem Beitrag, dass sie bereit sind, das Unternehmen zu unterstützen", schreibt die IG Metall in einem begleitenden Brief an die Mitarbeiter, der auto-motor-und-sport.de ebenfalls vorliegt. "Deshalb erwarten IG Metall und Betriebsrat vom Management und von der Politik mehr Einsatz und Druck, um schnell eine gute Lösung für Opel herbeizuführen."

Die IG Metall befürchtet, dass die maximale Wirkung der Abwrackprämie bereits vorrüber ist und sich Opel auf zurückgehende Absatzzahlen einrichten muss: "Die Anträge auf Abwrackprämie haben ihren Höhepunkt überschritten. Die Auftragseingänge in Europa sind deutlich niedriger als in Deutschland." Die Liquidität Opels müsse gesichert werden, weil GM und US-Regierung der Einrichtung eines Treuhandmodells noch nicht zugestimmt hätten und General Motors "wahrscheinlich in wenigen Tagen in das amerikanische Insolvenzverfahren nach Chapter 11 gehen wird." Aus diesen Gründen müsse "in den nächsten Wochen alles getan werden, um die Liquidität von Opel zu sichern, bis die Überbrückungsfinanzierung beziehungsweise der Einstieg eines Investors gesichert ist."

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