Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Opel-Sanierung

Regierung erwartet zwei Angebote

Opel GM Logo Foto: dpa 144 Bilder

Die Bundesregierung rechnet mit mindestens zwei Übernahmeangeboten für den angeschlagenen Autobauer Opel. "Wir gehen davon aus, dass (der österreichisch-kanadische Zulieferer) Magna und (der Finanzinvestor) RHJ International dabei sind", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag (20.7.) in Berlin.

20.07.2009

Noch nicht absehbar sei, ob auch der chinesische Hersteller BAIC ein Angebot vorlegen wird.

An diesem Montagnachmittag läuft die von der Opel-Mutter General Motors (GM) gesetzte Frist aus. Bis dahin können Interessenten ihre Vertragsentwürfe für eine Übernahme einreichen.

Übernahmezustimmung nur mit der Bundesregierung

Die Angebote werden laut Wilhelm parallel der Bundesregierung zur Kenntnis gegeben. "Wir werden dann in den nächsten Tagen die Angebote bewerten und gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden", sagte Wilhelm. Dabei werde die Bundesregierung einen engen Kontakt zu GM Europe und der Opel-Treuhand halten, die im Moment 65 Prozent der Opel-Anteile hält. Wegen der von allen Bietern angestrebten Staatsgarantien können GM und die Opel-Treuhand den Autobauer nicht ohne Zustimmung der Bundesregierung und der Landesregierungen mit Opel-Standorten an einen Investor verkaufen.

Magna will höheren Anteil

Der Aufsichtsrat des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna hat am frühen Montagmorgen dem Übernahmeangebot für Opel zugestimmt. Damit kann die Geschäftsführung bis zum Ablauf der Frist an diesem Montagnachmittag einen unterschriftsreifen Vertragsentwurf für den Einstieg bei dem deutschen Autobauer vorlegen. Auch will Magna im Falle eines Einstiegs bei Opel eine höhere Beteiligung übernehmen als bisher bekannt. Magna wolle 27,5 Prozent, weitere 27,5 Prozent an "New Opel" soll die russische Sberbank übernehmen, sagte ein Magna-Sprecher am Montag der dpa in Frankfurt, ohne auf die Hintergründe einzugehen. Das Paket insgesamt werde dadurch nicht berührt. General Motors (GM) solle weiterhin mit 35 Prozent beteiligt werden, die Opel-Belegschaft mit zehn Prozent. Die industrielle Führung liege wie schon nach früheren Plänen bei Magna.

Bisher hatte Magna einen 20-Prozent-Anteil angestrebt, die Sberbank wollte mit 35 Prozent einsteigen. Das Konsortium will insgesamt 500 Millionen Euro Eigenkapital in die neue Gesellschaft einbringen. Ob und wie stark sich der Beitrag des Zulieferers erhöht und der Beitrag der Sberbank gegenüber den früheren Plänen verringert, wollte der Sprecher nicht sagen.

Umfrage
Wer soll Opel retten?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige