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Opel-Sanierung - Sonderschichten für Rüsselsheim

Opel stärkt deutsche Standorte

Klaus Franz Foto: Opel

Die deutschen Opel-Standorte haben nach Aussage von Konzernbetriebsrat Klaus Franz wichtige Produktions- und Entwicklungsaufträge erhalten. So werden die Werke Rüsselsheim und Eisenach jeweils eine zweite Modellreihe herstellen, das Stammwerk hat zudem neue Entwicklungsverantwortung bekommen, sagte Franz gegenüber auto-motor-und-sport.de.

30.06.2010 Harald Hamprecht

"Der Astra Fünftürer wird ab Anfang 2011 in Rüsselsheim von Band laufen", kündigte Franz an. Rüsselsheim werde 50 Prozent des gesamten Volumens dieser Karosserievariante produzieren, Polen 27 Prozent, England 23 Prozent.

"Damit sind wir dann das einzige Opel-Werk, das zwei Architekturen fertigen kann", betonte Franz. "Spätestens 2012 sehe ich realistische Chancen wieder im Dreischichtbetrieb zu produzieren. Die Investitionen belaufen sich auf mehr als 100 Millionen Euro."

Opel: Investitionen und Sonderschichten für Rüsselsheim

Rüsselsheim sei derzeit auch ausgelastet, weil das Mitteklassemodell Insignia gut in den USA angelaufen sei. "Dieses Jahr werden 30.000 Insignia in Rüsselsheim produziert, die als Buick Regal in die USA exportiert werden. Dank des günstigen Euro-Dollar-Verhältnis’ ist das für uns ein gutes Geschäft. Und ich bin guter Hoffnung, dass der Astra aus europäischer Produktion auch als Buick in den USA verkauft werden könnte, denn GM hat aus den Fehlern des Saturn Astra-Projekts gelernt."

Bis November würden in Rüsselsheim sogar Sonderschichten gefahren. "In unserem Stammwerk Rüsselsheim mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern werden wir ab jetzt bis November jeden Samstag Sonderschichten fahren – vor allem dank der Absatzerfolge mit dem Insignia Sports Tourer und dem Geschäft in den USA. Eigentlich müssten wir unsere Sommerferien verkürzen; aufgrund eines Engpasses bei der Materialdisposition macht das aber keinen Sinn."

Gestärkt werde auch das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, das unter anderem zusätzlich alle künftigen Geländewagen entwickeln werde und die globale Entwicklungsverantwortung für die Zafira-Plattform gewonnen hat. "In Rüsselsheim werden wir in den nächsten Jahren allein im ITEZ bis über 500 Ingenieure einstellen. Dies hängt mit globaler Entwicklungsverantwortung für mehrere Projekte und einer Modell- und Motoren-Offensive zusammen. Ein solches Projekt ist etwa die Global High Roof-Architektur für alle zukünftigen SUVs oder den Opel Zafira-Nachfolger." Eisenach hat laut Franz nun definitiv den Produktionsauftrag für den künftigen Opel Mini erhalten.

Suzuki-Kooperation vor dem Aus

Keine Zukunft sieht Franz für die bestehende Kooperation mit Suzuki, obwohl Opel einen Nachfolger für den Agila brauche. "Nach der Kooperation von Suzuki und VW wird die Kooperation sicher nicht fortgesetzt." Ein Nachfolger werde auf Basis eines GM-Modells kommen. "Im GM-Konzern existiert bereits eine globale Architektur, die wir als Basis für einen eigenen Nachfolger nutzen können. Das ist ein Positiveffekt im globalen GM-Verbund." Dagegen werde die Kooperation mit Renault im Transporterbereich fortgesetzt, obwohl Renault nun eng mit Daimler zusammen arbeite. Franz: "Mittel- bis langfristig müssen wir uns aber auch hier eigenständig aufstellen, um mehr mit diesem wichtigen Geschäft zu verdienen."

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