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Opel

Sanierungsplan nicht ohne Jobabbau - Absatz-Rekord

Foto: Rossen Gargolov 144 Bilder

IG-Metall-Chef Berthold Huber erwartet noch in dieser Woche einen Sanierungsplan für den Autobauer Opel. Nach Aussage von Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz werde die Sanierung jedoch nicht ohne Stellenabbau geschehen.

23.02.2009

Das Management der Adam Opel GmbH werde bei der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag (27.2.) ein Konzept vorlegen, sagte Gewerkschaftschef Huber am Montag in Frankfurt. Dann werde man sich mit den Vorschlägen beschäftigen.

Die Tochter des angeschlagenen US-Autoriesen General Motors (GM) bemüht sich aktuell um staatliche Hilfe. Die Bundesregierung verlangt für deren mögliche Gewährung ein tragfähiges Sanierungskonzept. Der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt, Armin Schild, der im Opel-Aufsichtsrat sitzt, äußerte im "Handelsblatt" die Erwartung, dass bei der Krisensitzung des Kontrollgremiums am Freitag "erste Grundzüge des neuen Zukunftskonzeptes präsentieren werden".

Franz: Sanierung nicht ohne Sellenabbau

Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz macht unterdessen keine Hoffnung auf eine Sanierung ohne Stellenabbau. "Das wird nicht ohne Schaden gehen und auch nicht ohne Arbeitsplatzabbau. Das sage ich klipp und klar und ohne Illusionen", betonte Franz in Rüsselsheim. In den laufenden Verhandlungen mit dem Management forderten die Arbeitnehmervertreter allerdings, dass auf Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden müsse. Vielmehr solle die Last auf viele Schultern verteilt werden.

Saab soll auf der Strecke bleiben

Um die überlebenswichtige Abspaltung von der insolvenzbedrohten US-Mutter General Motors zu erreichen, soll Opel vorübergehend auf staatliche Einlagen angewiesen sein. "Wir brauchen die Einlagen, um die Fragen der Liquidität und des Eigenkapitals zu sichern und um mit diesen Einlagen die Grundlage zu liefern, dass GM Anteile von Opel abgibt", so Franz weiter.

Wegen der Automobilkrise habe derzeit kein potenzieller Investor aus der Branche Geld auf der hohen Kante, um bei Opel einzusteigen. Hilfen sollten von den Ländern, dem Bund und anderen nationalen Regierungen in Europa kommen, in denen Opel Standorte hat. Das bedeutet auch eine Abtrennung von Saab. "Was übrig bleibt in Europa ist Opel und unsere Schwestermarke Vauxhall in England." Das sei der Kern des Vorschlags der Arbeitnehmervertreter im Opel-Aufsichtsrat für den von der Bundesregierung verlangten Sanierungsplan. 

Abwrackprämie sorgt für Verkaufsrekord

Unterdessen meldet Opel, dass im Februar mit über 40.000 Verkäufen der beste Monat seit fünf Jahren erreicht wurde. Allein am vergangenen Wochenende will Opel über 2.000 Kaufverträge abgeschlossen haben. Besonders seien die Modelle Agila, Corsa und Meriva gefragt. Aber auch der Opel Insignia übertrifft nach Opel-Angaben die Erwartungen. Am Wochenende summierte sich der europäische Auftragseingang auf über 70.000 Fahrzeuge. Das Insignia-Werk in Rüsselsheim laufe auf Hochtouren, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, so Opel.

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