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Opel-Sanierungsplan

Opel-Betriebsrat kündigt Widerstand an

Foto: Opel 144 Bilder

Die Arbeitnehmervertreter von Opel haben Widerstand gegen den Sanierungsplan der US-Mutter General Motors (GM) angekündigt. "Der Betriebsrat und die IG Metall werden dieses Vorgehen, die Sanierung von Opel in Europa zulasten von Deutschland und Belgien durchzuziehen, nicht akzeptieren".

26.11.2009

Das sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Mittwoch (25.11.) in Rüsselsheim. Zuvor hatte General Motors (GM) angekündigt, bei Opel in Deutschland bis zu 5.400 der rund 25.000 Stellen abzubauen, europaweit müssten rund 9.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Stellenabbau geht zu lasten von Deutschland und Belgien

Franz sagte, der von GM geplante Stellenabbau gehe vor allen zulasten von Belgien und Deutschland. Nach dem Unternehmensplan wolle GM bei Opel und Vauxhall in Europa 8.684 Arbeitsplätze abbauen. Davon sei der Opel-Stammsitz in Rüsselsheim besonders betroffen, wo knapp 2.500 Stellen gestrichen werden sollten - in der Fertigung, der Verwaltung und im Entwicklungszentrum. Franz wertete den beabsichtigten Abbau von 548 Ingenieursstellen als "existenzgefährdend" für Opel. In Bochum gehe es um 1.800 Jobs, in Eisenach und Kaiserslautern um jeweils 300.
 
Dem belgischen Standort drohe das Aus, sagte Franz. GM wolle sich nicht an bestehende Verträge halten, dort einen kleinen Sport-Geländewagen zu bauen.

Wie in alten GM Zeiten
 
Franz warf GM vor, den Betriebsrat ungenügend zu informieren und ein chaotisches Bild abzuliefern. "Wir fühlen uns zurückversetzt in die Zeit der alten GM." Bisher sei GM keiner der Forderungen der Arbeitnehmervertreter entgegengekommen. Weder die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine AG, noch die erweiterte Mitbestimmung seien zugesagt. Der europäische Betriebsrat fordere außerdem den Zugang Opels zu Märkten außerhalb von Europa. Das Geld, das in Europa verdient wird, müsse hier auch reinvestiert werden können.
 
Zudem wolle GM 50.000 Einheiten des Opel Astra Caravan, die eigentlich Rüsselsheim zugesagt worden seien, in England bauen lassen, sagte Franz. "Wir interpretieren das als eine Wettbewerbsverzerrung, um an Staatsgelder heranzukommen", sagte Franz. Das Angebot sei ein Entgegenkommen für Großbritannien, das darauf bestanden habe, den Astra Caravan zu 100 Prozent in Ellesmere Port zu produzieren. "Wir bewerten dieses Vorgehen als ein Dankeschön von General Motors an die deutsche Bundesregierung, die durch den Brückenkredit Opel vor der Insolvenz gerettet hat", gab sich der Betriebsratschef zynisch.

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