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Opel-Streit

Großbritannien warnt vor Subventions-Krieg

Foto: dpa 144 Bilder

Im Streit um die geplante Opel-Übernahme schlägt Großbritannien schärfere Töne an. Der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson warnte nun mit Blick auf die Bundesregierung vor einem "Subventions-Krieg".

18.09.2009

Die Europäische Kommission müsse sicher stellen, dass bei einer Übernahme durch den österreichisch- kanadischen Zulieferer Magna "nicht die Größe des Scheckbuchs" darüber entscheide, ob ein Werk geschlossen oder umstrukturiert wird.

Briten rufen EU an

Wichtig seien vielmehr wirtschaftliche Erwägungen, sagte Mandelson nach Angaben der Zeitung "Financial Times" mit Blick auf die Opel-Hilfen der Bundesregierung. Um dies sicherzustellen, hat sich die britische Regierung inzwischen an die EU gewandt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Übernahme durch Magna unterstützt und dabei Kredite von insgesamt 4,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Großbritannien fürchtet, dass die eigenen Opel-Werke, in denen Autos der Schwestermarke Vauxhall gebaut werden, so das Nachsehen hinter den deutschen Werken haben. In den britischen Werken arbeiten rund 5.000 Menschen.
 
Magna will europaweit rund 10.500 Stellen streichen. In Großbritannien ist vor allem das Werk in Luton, wo Kleintransporter produziert werden, vom Stellenabbau bedroht.
 
Es sei die "rechtliche Pflicht" der Kommission, auf dem Unterschied "zwischen Wirtschaftlichkeit und politischer Zweckdienlichkeit" zu pochen, sagte Mandelson. Auch in Belgien und Spanien hatte sich Unmut wegen der deutschen Hilfen für Opel geregt.

Gespräche mit Belgien

Der belgische Premierminister Herman Van Rompuy hat am Rande des EU-Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Zukunft von Opel gesprochen. Van Rompuy berichtete bei dem Treffen in der Nacht zum Freitag über die Sorgen in Belgien, meldete der belgische Rundfunk. Der Regierungschef nahm zu Details keine Stellung. Das Werk in Antwerpen steht als einziger Standort in Europa auf der Streichliste der designierten Opel-Eigentümer, der österreichisch-kanadischen Magna und der russischen Sberbank. Belgien hatte bereits angekündigt, die EU-Kommission als oberste Wettbewerbskontrolle in Europa anzurufen.

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