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Um Sparpaket wird verhandelt

Foto: dpa

Beim Autohersteller Opel wollen Management und Betriebsrat bis Monatsende das geforderte Sparpaket aushandeln. Bei den laufenden Gesprächen geht es nach Betriebsratsangaben um einen ganzen Katalog an Maßnahmen.

13.11.2008

Dazu gehören eine Nullrunde für die Mitarbeiter, der Wegfall von Bonuszahlungen für Manager, die Kürzung der Reisekosten und das Zurückholen von ausgelagerten Arbeiten, um Stellen zu sichern. Einen Stellenabbau hat das Management des Mutterkonzerns General Motors (GM) bereits ausgeschlossen. Wegen der Absatzflaute und Milliardenverlusten will GM in Europa im nächsten Jahr rund 750 Millionen Dollar einsparen.

"Beide Parteien sind sich einig, dass das Unternehmen Wege finden wird, sich auf eine veränderte Marktsituation im kommenden Jahr einzustellen", sagte Opel-Chef Hans Demant am Donnerstag (13.11.) auf Anfrage. "Fest steht auch, dass an dem Ziel festgehalten wird, dies ohne einen Arbeitsplatzabbau zu erreichen." Opel beschäftigt derzeit in den vier deutschen Werken Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern 25.677 Mitarbeiter (Stand 2007). Details wollte Demant nicht nennen. Nach Abschluss der Verhandlungen würden Management und Arbeitnehmervertreter zu einer gemeinsamen Pressekonferenz einladen.

Der Betriebsrat pocht als Gegenleistung auf Produktionszusagen und erwartet "äußerst komplizierte" Verhandlungen. "Wir verhandeln aus Selbsterhaltungstrieb", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. "Wir wollen die angekündigten Investitionen für 20 neue Modelle bis 2012 unbedingt aufrechterhalten." GM hatte angekündigt, zur Entwicklung neuer Modelle in den nächsten fünf Jahren rund neun Milliarden Euro in Opel zu investieren. Die Betriebsräte aus den europäischen Opel-Werken wollen sich in der kommenden Woche auf eine gemeinsame Strategie festlegen.


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