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Opel und GM

Treueschwur von GM-Boss Akerson

Daniel Akerson, GM-Chef, General Motors Foto: GM

Opel steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Der Autoriese General Motors wird seine deutsche Tochter trotzdem nicht fallen lassen, versichert GM-Boss Akerson. Dabei weiß er: Opel wird weiter Verluste anhäufen, mindestens bis 2015.

15.11.2012 dpa

Nach immer wieder aufkommenden Gerüchten um einen möglichen Verkauf der Tochter Opel hat GM-Boss Dan Akerson den Mitarbeitern in Rüsselsheim die Treue geschworen. "Manche Analysten haben (...) empfohlen, Opel zu verkaufen oder das Europageschäft einfach ganz aufzugeben und der Konkurrenz zu überlassen. Nichts liegt mir ferner als das", sagte der Chef der Opel-Mutter General Motors nach am Donnerstag (15.11.2012) vor mehr als 5.000 Opelanern in Rüsselsheim. Opel spiele eine wichtige Rolle für die Produktentwicklung im Konzern weltweit. Dies gelte etwa in Sachen CO2-Einsparung.

Als globaler Automobilkonzern brauche GM eine starke Präsenz in Europa, betonte Akerson. Und zwar mit Design- und Entwicklungszentrum, Produktion und einer Verkaufsorganisation. Zwar gebe es auch Platz für Chevrolet: "Aber zum großen Teil erfüllt Opel diese Aufgabe für GM. Wir wollen, dass beide Marken wachsen - und zwar profitabel."

Frühestens 2015 rechnet GM mit schwarzer Null

Opel verliert seit Jahren Geld, allein 2012 erwartet GM in Europa ein Minus von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar (bis zu 1,4 Milliarden Euro). Frühestens zur Mitte des Jahrzehnts rechnet GM mit einer schwarzen Null vor Sonderkosten. In trockenen Tüchern ist die Rückkehr in die Gewinnzone aber nicht. Akerson betonte, dass es sich nur um ein Ziel handele, nicht um ein Versprechen: "Wir müssen mit unserem Plan noch einige Hürden nehmen."

Allerdings habe die defizitäre Tochter schon Fortschritte gemacht. So sei der Umsatz erhöht und die Gewinnschwelle gesenkt worden, etwa durch niedrigere Fixkosten. GM investiere weiter in neue Opel-Modelle und -motoren, sagte Akerson: "Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn wir vorhätten, Opel in die Insolvenz zu treiben oder vor sich hin dümpeln zu lassen bis sich die Wirtschaft erholt, würden wir unsere Zeit und unser Geld nicht für diese Investitionen verwenden, soviel ist sicher."

Gleichzeitig hob Akerson die Bedeutung der Allianz mit dem französischen Autokonzern PSA Peugeot Citroën hervor. Das Abkommen im Bereich Logistik trete 2013 in Kraft, die Vereinbarung über den gemeinsamen Einkauf stehe kurz vor dem Abschluss: "Beides wird uns Einsparungen durch dringend notwendige Skaleneffekte bringen." Zuletzt hatten Medien berichtet, die Zusammenarbeit könne scheitern. Akerson ging darauf nicht ein, betonte aber: "In wichtigen Bereichen mangelt es uns noch an Volumen (...). Und wenn die Lösung dafür eine Zusammenarbeit mit PSA ist, dann machen wir das."

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