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Opel-Verkauf

Entscheidung zieht sich weiter hin

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Die Entscheidung über die Zukunft des angeschlagenen Autobauers Opel zieht sich hin. Der Termin für die Unterzeichnung des mehrere hundert Seiten starken Kaufvertrages mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna wurde erneut verschoben.

21.10.2009

Es sei offen, ob der Kauf noch in dieser oder doch erst in der kommenden Woche abgeschlossen werden könne, verlautete am Mittwoch (20.10.) aus Verhandlungskreisen. Der bisherige Mutterkonzern General Motors (GM) zögert noch, da die Bedenken der EU-Kommission noch nicht ausgeräumt sind.

GM will vor der Vertragsunterzeichnung Sicherheit

Die Brüsseler Behörde hat Zweifel, ob die Staatshilfe von 4,5 Milliarden Euro für "New Opel " den Wettbewerb verzerrt und die deutschen Standorte auf Druck der Bundesregierung bei der Sanierung bevorzugt werden. Aus der GM-Zentrale in Detroit hieß es dazu: "Wir brauchen Sicherheit vor der Vertragsunterzeichnung." Die Arbeitnehmer verhandeln unterdessen weiter mit GM, Magna und Opel über den Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung. Eine Einigung ist noch nicht in Sicht.

Nach der Streikankündigung der spanischen Opel-Arbeiter sind neue Gespräche über die Zukunft des Autowerks in Figueruelas bei Saragossa geplant. "Bei den Gesprächen erwarten wir, dass Magna einen neuen Vorschlag präsentiert", sagte Betriebsratschef José Juan Arcéiz. Die 7.500 Beschäftigten in Spanien sind zu einem viertägigen Streik gegen die Magna-Pläne für Opel aufgerufen. Der Zulieferer will nach den bisherigen Plänen mehr als 1.300 Arbeitsplätze in Spanien abbauen.

Alle Beteiligten rechnen mit dem Verkauf an Opel

Alle Beteiligten von GM über die Bundesregierung bis hin zur EU-Kommission rechnen aber fest mit dem Verkauf von Opel an Magna. Magna und die russische Sberbank wollen jeweils 27,5 Prozent von "New Opel" kaufen, GM will 35 Prozent behalten. Die Belegschaft soll zehn Prozent halten und im Gegenzug durch den Verzicht auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bis 2014 jährlich 265 Millionen Euro einsparen. Dafür verlangen die Arbeitnehmer mehr Mitspracherechte bei Unternehmensentscheidungen. Die Opel-Händler warnten unterdessen vor weiteren Verzögerungen. "An jedem Tag, an dem Opel nicht saniert wird, verlieren wir alle viel Geld", sagte der Vorstand des deutschen Opel-Händlerverbands VDOH, Thomas Bieling, der dpa.

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