Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Opel-Vertriebschef

Weiter Marktanteil von über 9,1 Prozent im Visier

Foto: Opel 5 Bilder

Mit Opel-Marketing- und Vertriebschef Thomas Owsianski sprach auto-motor-und-sport.de über Absatzziele beim Insignia, Astra und Corsa sowie bei den Marken Chevrolet und Saab.

09.08.2008 Harald Hamprecht

Zudem gab Owsianski einen ersten Ausblick auf zwei Neuheiten, die im kommenden Oktober auf dem Pariser Automobilsalon stehen werden.

Herr Owsianski, das erste Halbjahr haben Sie bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr nur hauchdünn im Plus gelegen und einen Marktanteil von 8,8 Prozent verbucht. Bleiben Sie bei Ihrem Ziel, bis Ende des Jahres das 2007er-Ergebnis zu toppen?
Owsianski: Ja, wir gehen 2008 weiterhin von einem Marktanteil von mehr als 9,1 Prozent aus. Und ich finde, mit Blick auf unsere aktuelle Fahrzeugpalette, in der einige Modelle in ihrem Lebenszyklus bereits fortgeschritten sind, haben wir uns ganz gut geschlagen.

Nach einer Handelsregel sollten Sie im ersten Halbjahr zwischen 55 und 66 Prozent der Aufträge für sich verbucht haben. Davon sind Sie aber noch entfernt.
Owsianski: Diese Regel gilt nicht mehr. Die Saisonalität im Geschäft hat sich verändert. Initiativen der Konkurrenz und natürlich auch unsere eigenen beeinflussen das Geschäft eindeutig - auch in den gemeinhin ruhigen Sommermonaten. Bereits heute sind wir beim Auftragseingang beim Vorjahresniveau. Insgesamt sind jedoch die Diesel- und die CO2-Diskussion wenig förderlich.

Spüren Sie schon einen Rückgang der Dieselverkäufe?
Owsianski: Ja. Im ersten Halbjahr 2008 lag der Diesel-Anteil an unserem Gesamtabsatz in Deutschland bei 33,67 Prozent; ein Jahr zuvor waren es noch 38,1 Prozent. Positiv dagegen ist der Zuspruch für unsere LPG-Umbaukits, die wir bereits seit 2007 anbieten. Für das Gesamtjahr haben wir ursprünglich mit 5.000 Umrüstungen auf Flüssiggas gerechnet. Schon jetzt liegen wir deutlich darüber - und bis Jahresende erwarte ich sogar 15.000. Der Flüssiggas-Literpreis von 70 Cent ist schon ein starker Anreiz; zumal die Umrüstung bei uns - inklusive Einbau - nur rund 2.500 Euro kostet. Außerdem verbessert sich das Netz an LPG-Tankstellen täglich; schon heute sind wir bei fast 4.000 Stationen.

Wie steht’s um die Nachfrage nach CNG?
Owsianski: Die Nachfrage nach den serienmäßig ab Werk angebotenen Opel CNG-Modellen Combo und Zafira liegt im ersten Halbjahr 2008 deutlich über dem Vorjahresniveau. Im gleichen Zeitraum hat sich der Auftragseingang gegenüber 2007 sogar nahezu verdoppelt. Zusätzlichen Schwung erwarten wir dann vom neuen Zafira CNG Turbo, der ab Frühjahr 2009 verfügbar sein wird. Mit 150 PS und einem großen Drehmoment bei niedrigem Verbrauch ist er ein sehr attraktives Angebot.

Kommen wir zur wichtigsten Neuheit des Jahres - dem Insignia. Welche Absatzziele setzen Sie auf ihn?
Owsianski: Das Segment ist hart umkämpft und am Schrumpfen. Trotzdem wollen wir im kommenden Jahr allein in Deutschland mehr als 35.000 Insignia verkaufen. Die Eroberungsrate bei anderen Marken sehen wir bei 30 Prozent. Zudem setzen wir hier auf einen Bestand von rund 300.000 treuen Vectra- und Omega-Fahrern. Dieses Jahr wollen wir noch 5.000 neue Insignia in Deutschland absetzen, daneben bis zu 20.000 noch aktuelle Vectra und Signum. Dabei muss man berücksichtigen, dass der Marktstart für den Insignia erst Ende November sein wird.

Wann dürfen wir mit der Caravan-Variante rechnen?
Owsianski: Weltpremiere wird der Insignia-Caravan auf dem diesjährigen Pariser Automobilsalon feiern. In den Markt bringen wir ihn im Frühjahr 2009.

Ihr Beststeller bleibt aber weiterhin der Astra, oder?
Owsianski: Ja, wir wollen dieses Jahr bis zu 80.000 Astra in Deutschland verkaufen - also etwa so viele wie 2007. Unser zweitstärkstes Modell ist der Corsa, der mit 70.000 Einheiten letztes Jahr der meistverkaufte Kleinwagen in Deutschland war. Diese Position wollen wir auch dieses Jahr verteidigen.

Welche weiteren Neuheiten werden Ihren Absatz ankurbeln?
Owsianski: Mitte 2009 bringen wir die Ecoflex-Variante des Insignia, die mit ordentlicher Leistung und sehr günstigem Verbrauch aufwarten wird. Und zum Ende des Jahres beziehungsweise Anfang des darauf folgende Jahres präsentieren wir gleich zwei weitere starke Kandidaten: den Nachfolger des Astra und den des Meriva. 2010 folgen zusätzliche interessante Modelle. Damit werden wir innerhalb kürzester Zeit unsere komplette Modellpalette verjüngt haben - und auch eine der jüngsten Modellpaletten im Wettbewerbsumfeld aufweisen.

Kommen wir abschließend zu Ihrer Einstiegsmarke Chevrolet. Im ersten Halbjahr hat sie ein Neuzulassungsminus von einem Prozent zu verbuchen. Das Ende der Erfolgsstory?

Owsianski: Keineswegs. Wir wussten, dass 2008 - rein modellzyklisch bedingt - das Jahr der Konsolidierung wird - nach der langen Phase des stürmischen Wachstums. Der Aveo, den wir im März in den Handel gebracht haben, ist noch nicht voll verfügbar. Darüber hinaus verbucht das KBA die Zulassungszahlen des erfolgreichen HHR im Moment nicht auf Chevrolet. Anfang/Mitte 2009 kommt dann der neue Chevrolet Cruze auf den Markt. Einen Ausblick darauf werden wir bereits im September auf dem Pariser Automobilsalon geben.

Und was ist mit Saab? Mit 2.200 Neuzulassungen im ersten Halbjahr driftet Ihre schwedische Premiummarke weiter in die Bedeutungslosigkeit.
Owsianski: 2008 wird in der Tat kein einfaches Jahr für Saab. Aber die Marke wird mit neuen Motoren und dem Ausbau des XWD-Allradangebotes das Jahr überbrücken. Im zweiten Halbjahr 2009 wird Saab sich dann eindrucksvoll zurückmelden - mit gleich zwei komplett neuen Produkten: dem nagelneuen Crossover 9-4X und fast zeitgleich mit dem neuen Top-Modell 9-5. Das wird das Geschäft mächtig ankurbeln.

Mehr über:
Opel
Chevrolet

Saab

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden