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Opel-Werk Eisenach

Betriebsrat befürchtet kalte Werksschließung

Opel Werk Eisenach Foto: Hersteller 144 Bilder

Der Opel-Betriebsrat in Eisenach sieht die Existenz des Thüringer Werkes gefährdet, sollte Opel bei General Motors (GM) bleiben oder der Finanzinvestor RHJI zum Zuge kommen.

27.08.2009

Das Ende 2008 von GM vorgelegte Sanierungsprogramm für Europa und das ähnliche RHJI-Konzept würden eine zweijährige Stilllegung von Eisenach mit Kurzarbeit für die Beschäftigten bedeuten.

Opel-Mitarbeiter favorisieren Magna-Konzept

"Das Werk wäre nach zwei Jahren nicht mehr arbeitsfähig. Wir würden auf kaltem Weg in eine Schließung gezwungen", sagte der Betriebsratschef der Opel Eisenach GmbH, Harald Lieske, am Dienstag (25.8.) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Hängepartie bei Opel würde die Mitarbeiter zunehmend belasten. "Die Leute haben die Nase voll von dem Auf und Ab", sagte Lieske. 

Nach einem Spitzentreffen von Bund und Ländern mit GM am Dienstag in Berlin zeichnete sich keine Lösung zu Opel ab. In dem Opel-Konzept des Automobilzulieferers Magna sieht Lieske nicht nur für das Werk Eisenach, sondern auch für viele Thüringer Automobilzulieferer gute Chancen. "Das ist als industriepolitisches Konzept sehr interessant." Nach Angaben des Betriebsrats könnten unter anderem Blechteile, die bisher mit hohen Transportkosten aus Spanien kommen, in Thüringen produziert werden. "Hier gibt es hochmoderne Pressereien, die das übernehmen können."

Zudem wolle Magna in Eisenach nicht nur den drei- sondern auch den fünftürigen Corsa bauen. Das verbessere die Auslastung und damit die Produktivität des Werkes. "Das Konzept würde sich betriebswirtschaftlich bereits ab einer Jahresproduktion von 150.000 Autos in Eisenach rechnen", sagte Lieske. Er verteidigte die Kündigung einer Betriebsvereinbarung, mit der die Belegschaft zunächst auf die Zahlung von Urlaubsgeld verzichtet hatte. Die Zusage sei als Sanierungsbeitrag gedacht gewesen. "Da es bisher keine Sanierungsfortschritte gibt, haben wir die Zahlung fällig gestellt." Allein in Eisenach müsste dadurch ein einstelliger Millionenbeitrag an die Mitarbeiter gezahlt werden. Dafür gebe es jedoch Rückstellungen. Das Thüringer Corsa-Werk hat rund 1.700 Beschäftigte.  

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