Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Opel-Zukunft

Bieterwettstreit weiter offen

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Der Bieterwettstreit um Opel ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter offen. "Wir sind nach wie vor im Verhandlungsprozess", sagte Merkel am Donnerstagabend (13.8.) bei einer Veranstaltung in Berlin.

14.08.2009

Zuvor hatte der Autozulieferer Magna mitgeteilt, seine Chancen verbessert und zum Konkurrenten RHJI aufgeschlossen zu haben. Es liege ein unterschriftsreifer Vertrag vor, teilte das österreichisch-kanadische Unternehmen in Wien mit. Unterdessen kritisierte der Deutschland-Chef von Ford, Bernhard Mattes, mögliche Staatshilfen für Opel als Wettbewerbsverzerrung.


Magna-Modell ist interessanter und das zukunftsträchtiger

"Welche Entscheidung Politiker auch treffen, sie müssen die Chancengleichheit im Wettbewerb aller Automobilhersteller erhalten", sagte Mattes der "Rheinischen Post". Ford Europa, betonte der Geschäftsführer der Ford Werke, habe bisher nie "direkte finanzielle staatliche Hilfe" beantragt. Merkel machte erneut deutlich, dass die Bundesregierung weiterhin dem Magna-Konzept den Vorzug gibt. "Das Modell von Magna ist das interessantere und das zukunftsträchtigere", sagte sie bei der Veranstaltung des Deutschlandfunks und des Fernsehsenders Phoenix. Darin seien sich Bund und beteiligte Länder einig. Möglicherweise komme GM aber zu einer anderen Einschätzung, so Merkel weiter. Neben Magna ist auch noch der belgische Finanzinvestor RHJI im Rennen.

Chevrolet und Opel sollen über die selben Händler verkauft werden

Nach dem neuen Magna-Konzept soll Opel weiter Teil des GM-Verbundes bleiben, bekommt aber einige Freiheiten zugestanden. Unter anderem habe man sich darauf geeinigt, dass Opel die Entwicklung von Motoren und Getrieben auch an andere Unternehmen vergeben darf, teilte Magna mit. Dafür müsse das Unternehmen dann keine Lizenzgebühren an die ehemalige Opel-Mutter zahlen, was GM zuletzt noch gefordert hatte. Bei dem Geschäft in Russland wollen Magna, dessen russische Partner und GM nach Magna-Angaben eng kooperieren. Chevrolet und Opel sollen als eigenständige Marken erhalten bleiben, aber gemeinsam verwaltet und über die selben Händler verkauft werden.

Der Markt in Korea und den USA ist für Opel tabu

Magna strebt nach Angaben des Unternehmens weltweit mit Opel starkes Wachstum an, bekommt aber nach dem Konzept einige Auflagen. Korea und die USA seien als Märkte für Opel tabu. Auf dem kanadischen Markt dürfe Opel erst nach zwei Jahren mitspielen, in China seien zwei Modellreihen für fünf Jahre gesperrt. Bei der Nutzung von GM-Patenten durch andere Autobauer habe der US-Autobauer ein Veto-Recht. Der Magna-Partner Sberbank darf laut Magna nach einer Opel-Übernahme seinen 27,5-Prozent-Anteil nur an den Autobauer GAZ und die Förderbank VEB weiterverkaufen. Bei anderen Interessenten sei die Zustimmung von GM notwendig.

GM-Management teilweise für RHJI-Angebot

GM bestätigte am Donnerstag den Eingang eines überarbeiteten Vertragsentwurfs des Magna-Sberbank-Konsortiums. Die Dokumente würden nun in den kommenden Tagen sowohl von GM als auch von der Auto-Task-Force der deutschen Regierung geprüft. Sofern die deutsche und andere beteiligte Regierungen auf dieser Grundlage die angepeilten öffentlichen Hilfen befürworteten, werde der GM-Verwaltungsrat über die verschiedenen Optionen für Opel beraten und eine Empfehlung aussprechen. Bisher hatten Teile des GM-Managements den belgischen Finanzinvestor RHJI bevorzugt.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden