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Oschersleben

Zweite Pole für Scheider

Foto: DTM 38 Bilder

Zweites DTM-Rennen des Jahres - zweite Trainingsbestzeit für Timo Scheider. Der Audi-Fahrer erhält beim morgigen Rennen gleich dreifache Rückendeckung: Auf den Startplätzen zwei bis vier stehen mit Tom Kristensen, Martin Tomczyk und dem sensationell auftrumpfenden DTM-Rookie Oliver Jarvis im 2007er A4 gleich drei Markenkollegen.

19.04.2008 Claus Mühlberger Powered by

Erst die dritte Startreihe geht an Mercedes: Bruno Spengler war Fünfter, Paul di Resta Sechster. Nur als Achter startet morgen Titelverteidiger Mattias Ekström. Ralf Schumacher platzierte sich auf Rang 13 - eine Steigerung gegenüber Hockenheim um zwei Plätze.

Scheider: Jetzt will ich meinen ersten Sieg einfahren

Mit seiner Zeit von 1.21,146 Minuten unterbot A4-Fahrer Scheider die letztjährige Trainingsbestzeit von Mika Häkkinen um 1,3 Sekunden. "Es fällt mir schwer das glauben", meinte der 29-Jährige. "Vom ersten Meter an in Hockenheim läuft es für mich prächtig in diesem Jahr. Jetzt will ich endlich meinen ersten Sieg einfahren."

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich lobte sein Auto: "Toll, dass es auch in Oscherleben funktioniert." Und auch für Scheider gab es warme Worte : Timo ist mental befreit seit Ende letzten Jahres. Wir haben mit allen im Team viel daran gearbeitet, den Mannschaftsgeist zu stärken.

Es fehlt am Grip

Le Mans-Legende Tom Kristensen haderte ein wenig mit dem zweiten Startplatz: "Es war sehr kalt heute, und es fehlt ein bisschen am Grip. Aber es war ja das gleich für alle." Für das Rennen ist der Däne sehr optimistisch. Er erinnerte sich wohl an das Rennen in Hockenheim, wo Ekström den Trainingsschnellsten Scheider am Start überrumpelte und zum Sieg fuhr.

Kristensen warnt aber vor der Startkurve: "Das ist eine Mausefalle. Das ist lächerliche Streckenführung." Auch Sportchef Ullrich weiß: "Diese enge Ecke ist förderlich für Kontakte unter den Autos."

Ein Debakel für Mercedes

Für Mercedes könnte sich beim morgigen Rennen ein Debakel anbahnen. Der schnellste der C-Klasse-Fahrer, Bruno Spengler hatte bereits mehr als eine halbe Sekunde Rückstand auf die Bestzeit. Hochgerechnet auf die Renndistanz von 44 Runden würde dies eine Verspätung von mehr als 20 Sekunden auf die Besten ergeben. Dies, obwohl die Mercedes in Oscherleben regelementsbedingt mit 1.045 Kilo fahren dürfen und damit um zehn Kilo leichter sind als die Audi. Diese Gewichtsdifferenz bringt erfahrungsgemäß einen Zeit-Bonus von zwei Zehntelsekunden.

"Der Abstand zur Spitze ist ziemlich groß", kritisierte Sportchef Norbert Haug. "Aber so ist dies manchmal im Motorsport. Ich hoffe nicht, dass wir eine Handvoll Rennen in Folge verlieren. Aber das kann passieren. Jetzt dürfen wir keine Schuldzuweisungen im Team machen."

Haug weiß, dass die Aufholjagd nicht leicht wird: "Das Reglement ist aus Kostengründen ja eingefroren. Ich glaube nicht, dass wir ein schlechtes Auto haben. Wir müssen jetzt Schritt für Schritt vorgehen." Von Schadensbegrenzung im morgigen Rennen will Haug nichts wissen: "Nein, wir fahren volle Attacke."

Mit einem guten Start kann aber alles passieren

Bruno Spengler, der beste Mercedes-Fahrer, rätselte: "Wenn ich wüsste warum wir nicht schneller sind, dann würde ich es abstellen. Es ging einfach nicht schneller. Startplatz fünf ist definitiv enttäuschend. Mit einem guten Start kann aber alles passieren. Unsere Rennsimulation war gestern sehr vielversprechen." Paul di Resta war anderer Meinung: "Es wird schwer morgen."

Für eine zehnminütige Unterbrechung per Roter Flagge sorgte Alexandre Prémat in Q2, dem zweiten Segment des Qualifyings. Der A4 des Franzosen touchierte nach einem fulminanten Dreher die Begrenzungsmauer, Prémat blieb aber unverletzt.

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