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Oshkosh JLTV 4x4

Das ist der neue "Hummer"

Oshkosh JLTV Militärgeländewagen USA Foto: Oshkosh 17 Bilder

Der legendäre Militärgeländewagen Hummer wird beim US-Militär abgelöst. Wir stellen den Nachfolger Oshkosh JLTV im Detail vor.

02.09.2015 Torsten Seibt Powered by

Die Würfel sind gefallen: aus dem zuletzt verbliebenen Bieter-Trio aus Oshkosh, Lockheed Martin und AM General hat Oshkosh den Zuschlag seitens der US-Regierungsbehörden erhalten. Oshkosh Defense aus Wisconsin kann sich über einen gewaltigen Milliardenauftrag freuen. Der Oskosh JLTV (Joint Light Tactical Vehicle) wird nach und nach die HMMWV-Geländewagen (umgangsssprachlich Humvee), die Militärversion des Hummer, beim US-Militär ersetzen.

Oshkosh JLTV Militärgeländewagen USA
Oshkosh JLTV – der Hummer-Nachfolger 1:48 Min.

Der HMMWV hat ausgedient

Nötig wurde die Umstrukturierung nicht nur wegen des Alters der Humvee-Flotte (die ersten Modelle wurden 1983 in Dienst gestellt), sondern auch wegen der begrenzten Möglichkeiten des Fahrzeugs. Zum einen ist der HMMWV als ungepanzertes Fahrzeug entworfen, zum anderen ist er ausgesprochen wartungsintensiv und reparaturanfällig. Und er verbraucht zuviel. Zudem wurden durch nachgerüstete Panzerung seine Offroad-Fähigkeiten drastisch eingeschränkt. Diese Mankos soll eine neue Fahrzeuggeneration ändern.

Das Oshkosh JLTV baut ein gutes Stück größer als der Humvee. Mit dem Gewinn der Ausschreibung hat Oshkosh nun auch Details zum JLTV bekannt gegeben. Das Fahrzeug verfügt über eine höhenverstellbare Federung mit 508 Millimeter Verstellweg. Durch die Einstellbarkeit kann das JLTV für Transporte abgesenkt und im Gelände höhergelegt werden. Nicht nur die Karosserie ist gepanzert, auch die Sitze sind gegen Sprengstoff gesichert, dazu gibt es ein automatisches Feuerlöschsystem.

Oshkosh JLTV mit über 300 PS

Angetrieben wird das Oshkosh JLTV von einem guten Bekannten: General Motors liefert den 6,6 Liter schweren V8-Diesel mit der Bezeichnung Duramax, der bis zu 305 PS und 705 Newtonmeter Drehmoment abliefert. Üblicherweise treibt der Diesel-Gigant die großen Pickup-Trucks von Chevrolet und GM an, entwickelt wurde er gemeinsam mit Isuzu.

Das Oshkosh JLTV hat noch ein paar spezielle Fähigkeiten zu bieten. Ein fest installierter Generator, der vermutlich mit einer methanolbetriebenen Brennstoffzelle angetrieben wird, lässt sich als Stromquelle nutzen. Diverse Kameras unter anderem mit Infrarotsichtmöglichkeit werden installiert. Verschiedene Kommunikationssysteme bis hin zur Satellitentelefonie sind verfügbar und gegen Störeinflüsse von außen geschützt.

In einer ersten Tranche soll Oshkosh zunächst rund 17.000 Fahrzeuge des JLTV an die verschiedenen Gattungen des US-Militärs ausliefern. Der bis 2020 laufende Kontrakt umfasst eine Summe von 6,7 Milliarden US-Dollar. Sollte das JLTV den Anforderungen geüngen, winkt ein Folgeauftrag für über 55.000 Fahrzeuge im Gesamtwert von 30 Milliarden Dollar.

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