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Oshkosh Militär-Trucks

Die Giganten der US-Army

Oshlkosh 4x4/6x6/10x10 Miltärtrucks Foto: Oshkosh Corporation 25 Bilder

Der US-Hersteller Oshkosh baut monströse Trucks mit bis zu fünf Achsen für härteste Einsätze. Neu dabei: ein autonom fahrender Offroad-Lkw.

31.10.2014 Torsten Seibt Powered by

In unseren Breitengraden ist der Name nahezu unbekannt: Oshkosh, ein Lkw- und Maschinenhersteller aus dem US-Bundesstaat Wisconsin, beliefert neben Flughäfen und Feuerwehren in erster Linie die US-Armee mit den ganz dicken Brocken. Bergen, transportieren, verlegen – Oskosh hat das Spezialfahrzeug dazu.

Oshkosh HEMTT

Das wohl berühmteste Modell von Oshkosh ist der HEMTT – der Heavy Expanded Mobility Tactical Truck. Dieses vierachsige Ungetüm wird in zahlreichen Sonderversionen und in großer Stückzahl eingesetzt und ist inzwischen praktisch der Standard-Lkw der US-Army. Den HEMTT gibt es als Tankfahrzeug, als Cargo-Variante für den Containertransport oder mit Pritsche, als "Wrecker" (Bergefahrzeug) und als "Tractor" zum schleppen von Sattelaufliegern. Der bis zu zehn Meter lange Oshkosh HEMTT wird in der aktuellen Version von einem 15,2-Liter-Diesel von Caterpillar angetrieben, der 500 PS entwickelt. Ein Fünfgang-Automatikgetriebe stellt die Bediener vor kleinstmögliche Herausforderungen, dazu ist der 8x8-Lkw mit einem zuschaltbaren Untersetzungsgetriebe für den Geländeeinsatz ausgerüstet.

Bis zu 100 km/h schafft der Oshkosh HEMTT, wobei man beim Verbrauch keine Wunder an Effizienz erwarten darf: im Gelände-Einsatz soll der 587-Liter-Dieseltank eine Reichweite von 483 Kilometer garantieren. Bereift ist der drei Meter hohe Offroad-Truck mit Michelin XZL in der Dimension 16.00 R20.

Oshkosh LVSR

Der dicke Brummer im Angebot ist der Oshkosh LVS, das Kürzel steht für Logistic Vehicle System. Seit 2009 ersetzt der Oshkosh LVSR (R für Replacement) die bisherigen Versionen. Das 10x10-Monster ist für die ganz schweren Aufgaben gedacht. Je nach Ausstattung kann der LVSR bis zu 50 Tonnen schleppen, mit einem Bergekran maximal 43 Tonnen liften und ziehen und mit seinen Heckseilwinden bis zu 35 Tonnen Last bewegen.

Ausgerüstet ist der LVSR mit einem 600 PS starken Caterpillar-Diesel, der das Monster auf unglaubliche 105 km/h beschleunigt. Für die identische Reichweite im Gelände wie beim HEMTT fällt das Spritfässchen allerdings noch großzügiger aus, 628 Liter passen in den Tank. Die Abmessungen: über elf Meter lang, 3,1 Meter hoch und 2,49 Meter breit. Eine Besonderheit des Oshkosh LVSR: nicht nur die beiden vorderen, sondern auch die beiden hinteren Achsen können gelenkt werden, lediglich die mittlere der Achsen ist starr.

Oshkosh Wheeled Tanker

Für die Versorgung mit Treibstoff und Trinkwasser in abgelegensten Gebieten ist der Oshkosh Wheeled Tanker konzipiert. Der 6x6-Lkw ist als Sattelschlepper ausgelegt und kann drei verschiedene Auflieger einsetzen – für normalen Kraftstoff, als Wasserversorger und für den Einsatz in der Flugzeugbetankung. Die Auflieger sind unter anderem mit den identischen 16.00 R 20-Geländereifen wie die Zugmaschine so konstruiert, dass sie auch in mittelschwerem Gelände problemlos nachgeschleppt werden können.

Im Vergleich zu seinen großen Brüdern ist der Oshkosh Wheeled Tanker direkt sparsam. Für die vom Militär gerforderte Reichweite von 300 Meilen (483 Kilometer) genügt dem 425-PS-Diesel (auch hier von Caterpillar) ein 295-Liter-Tank. Die zwölf Tonnen schwere Zugmaschine ist mit einem automatischen Reifenfüllsystem ausgerüstet, um während der Fahrt den Luftdruck – etwa für Weichsand-Fahrten – reduzieren zu können.

Oshkosh TerraMax

Jüngster im Bunde der Oshkosh-Spezialfahrzeuge und gleichzeitig das spektakulärste Gerät aus technischer Sicht ist der Oshkosh TerraMax. Dabei ist das Fahrzeug, das sich in Komponenten vorrangig beim Wheeled Tanker bedient, nicht die eigentliche Geschichte. Es geht vielmehr um die installierte Technik, die Oshkosh mit dem TerraMax entwickelt und testet, welche schließlich unabhängig von der Plattform verbaut werden kann: der TerraMax wird der erste autonom fahrende Militär-Lkw.

In einer ersten Entwicklungsversion (siehe Bildergalerie) war der TerraMax als rein ferngesteuertes Fahrzeug unterwegs, zwei unbemannte Vorausfahrzeuge wurden von einem Team in einem dritten Nachfolge-Lkw pilotiert. Die aktuelle Entwicklungsstufe des Schwerlast-Transporters fährt allerdings von selbst ans Ziel – durch schwerstes Gelände. Mittels Radarsensoren und Kameratechnik bahnt sich der TerraMax seinen Weg. Hintergrund der Entwicklung: künftig will die US-Armee mindestens ein Drittel der Transportaufgaben mit unbemannten Fahrzeugen durchführen.

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