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Fiat Panda 100 HP, Suzuki Swift Sport, VW Lupo GTI

Gebrauchte Kleinwagen mit viel Leistung im Check

Fiat Panda 100 HP, Kiesplatz Foto: Dino Eisele 43 Bilder

Leistung ist nicht alles: Ultrakompakte Abmessungen und geringes Gewicht können auch mit weniger PS glücklich machen – wie Fiat Panda, Suzuki Swift und VW Lupo beweisen. Die starken Kleinwagen im Gebrauchtwagen-Check.

09.05.2017 Frank Mühling Powered by

Klein? Logo, dank nur 3,50 bis 3,75 Metern Länge. Gemein? Na klar, mit 100 bis 125 PS können die nur 1.000 Kilo leichten Kraftzwerge stärkere und größere Autos ärgern. Dein? Easy, weil alle drei schon ab 3.500 Euro gebraucht zu haben sind. Im Preissegment unterhalb von 5.000 Euro etwas Sportliches zu finden, heißt eigentlich, sich auf einen abgerockten Mini Cooper S oder 3er-BMW einzulassen. Manchmal aber ist weniger mehr: PS-starke Micro-Cars wie Panda, Swift und Lupo haben gewisse Vorteile – sie sind jünger und haben weniger Kilometer auf dem Tacho.

Fiats kastiger Würfel mit dem Zusatz "100 HP" erschien 2007 und trat 2010 wieder ab. In Königsbrunn südlich von Augsburg steht ein 2007er-Modell für 3.990 Euro. Johann Rull, Verkaufsberater von Auto Mario Schmidt: "Die hinteren Stoßdämpfer und vorderen Radlager tauschen wir noch. Auch der Fehlermeldung wegen des niedrigen Bremsflüssigkeitsstands gehen wir nach. Winterräder und ein frischer Service sind inklusive." Und sonst? Dellen, Kratzer, leichte Rostspuren, ein paar Kampfspuren innen und ein ölfeuchtes Getriebe zeugen von einem bewegten Autoleben.

Fiat Panda 100 HP, Seitenansicht
Seltene Größe: Nur von 2007 bis 2010 lief der Panda 100 HP in Polen vom Band. Entsprechend rar macht er sich als Gebrauchtwagen.

Rull weiter: "Den Panda haben wir in Zahlung genommen, er ist aber schon so gut wie verkauft." Eben noch zehn Liter Super gebunkert, und ab auf eine Testrunde. Trotz ordentlicher Profiltiefe dröhnen die chinesischen Sunny-Reifen lautstark. Ein Blick auf den Tacho: 122. 900 Kilometer, recht viel für einen Kleinwagen. Doch nach übermäßigem Verschleiß fühlt sich die kultige Kiste nicht an. Das 16V-Motörchen hängt gut am Gas und dreht freudig bis über 6.000 Touren. Arg sportlich klingt der 1.400er aber nicht, da hätten sich die italienischen Akustiker ruhig mehr ins Zeug legen können.

Servolenkung und Stoßdämpfer schwächeln beim Panda

Der hoch montierte Schalthebel flutscht präzise durch die sechs Gassen. Wenn man die "Sport"-Taste drückt, spricht der Vierzylinder etwas agiler an, zusätzlich wird die Lenkung strammer. Jetzt wuselt der Panda 100 HP superhandlich durch den Verkehr. Dazu passt die harte Federung, die kaum Seitenneigung zulässt, aber in Kombination mit den flachen 195/45er-Reifen den Federungskomfort einschränkt.

ESP war beim Fiat nur als Extra an Bord. Also aufpassen, denn Lastwechsel sorgen für Unruhe um die Hochachse. Könner freuen sich, Fahranfänger sollten lieber nach einem Auto mit ESP Ausschau halten. Worauf achten beim Power-Panda? Rost ist kaum ein Thema, eher die hinteren Stoßdämpfer und die elektrische Servolenkung. Wie beim Punto kann der E-Motor ausfallen, dann hilft nur der Austausch. Der Vierzylinder-Sauger gibt sich unauffällig, aber der Service sollte regelmäßig gemacht werden. Bei 120.000 Kilometern ist der Zahnriemen fällig, ein Wechsel kostet nur 168 Euro.

Suzuki Swift Sport - unproblematischer Micro-Samurai

Die Ausgaben kann man sich beim Suzuki Swift sparen, sein 1,6-Liter-Motor vertraut auf eine Steuerkette. "An den Autos ist eh nix zu verdienen", begrüßt uns Alexander Bernecker lächelnd. Der Inhaber des Suzuki- und Mitsubishi-Autohauses in Wellheim bei Eichstätt zielt auf die hohe Zuverlässigkeit ab. „Die Swift kommen nur zur Inspektion zu uns. Oder wenn sie einen Unfall hatten." So frisch, wie der Zweitürer für 6.690 Euro auf dem Hof steht, mag man an so etwas gar nicht denken: Erstzulassung 2007, zwei Vorbesitzer, nur knapp 67.000 Kilometer runter, roter Metallic-Lack und dazu die knallige Folierung – wo bitte ist der Schlüssel? Er liegt schon im Auto, also gleich raus auf die verregnete Landstraße.

Trotz gleichen Alters wirkt der Suzuki innen wesentlich hochwertiger und erwachsener als der Fiat. Klar, auch hier dominiert Hartplastik, doch der Qualitätseindruck ist besser. Nur die abgegriffenen Radiotasten trüben das Bild. Und die Form der Sportsitze: An den Oberschenkeln sind sie etwas zu eng, für Vollschlanke definitiv ein Problem. Fünf Kurven später drängt sich die Lenkung in den Vordergrund: Sie verlangt nach einer starken Hand und hat kaum Rückstellkräfte.

Suzuki Swift Sport, Rad, Felge
Gut kombiniert: Schicke 17-Zöller sind beim Swift Sport serienmäßig mit dabei, Reifen in der Größe 195/45 kümmern sich um Grip.

Doch nach weiteren fünf Kurven hat man sich mit ihr arrangiert. Der Swift Sport wirft sich förmlich in die Biegungen, und der Fahrer hat ihn perfekt im Griff. Ein langer Druck auf die versteckte ESP-Taste bringt Leben in die Bude, vor allem wenn der Belag nass ist. Bei Lastwechseln zuckt der SSS, wie ihn Fans nennen, mit dem Po. Und dem Mann hinterm Lenkrad bleibt gar nichts anderes übrig, als breit zu grinsen. Da spürt man, dass Suzuki mit dem Super 1600 ein erfolgreiches Rallye-Auto auf die Räder gestellt hat. Technologietransfer vom Motorsport in die Serie: hier kein hohles Geschwätz.

Ein zweiter Grund für beste Laune im Suzi-Cockpit ist der 1.600er. Seine 125 PS gibt der Sauger bei späten 6.800/min ab. Das spürt man: Erst über 4.000 kommt der zweite Wind, begleitet vom lustvollen Röhren drängt die Nadel des Drehzahlmessers auf die Ziffer Sieben zu. Hohe Drehzahlen sind vorprogrammiert, denn als Einziger in diesem Trio hat der Suzuki mit dem knackig schaltbaren Getriebe nur fünf Gänge. Wer in Foreneinträgen nach Ärger mit dem Swift Sport sucht, findet vereinzelt Probleme mit Kupplung und Getriebe. Ob die Fahrer vergeblich den sechsten Gang gesucht haben und die Defekte hier ihre Ursache haben? Unklar. Ansonsten ist der von 2005 bis 2010 gebaute Swift mit dem Kürzel "EZ" unauffällig. Im sport auto-Dauertest von 2011 musste bei 44.000 Kilometern der Kurbelwellensensor samt Krümmer und Kat getauscht werden. Ein Einzelfall?

VW Lupo GTI und das Türproblem

Tausch, gutes Stichwort. Auf das sport auto-Team wartet Kandidat Nummer drei. Die GTI-Version des Lupo steht südlich von Augsburg in Obermeitingen. Händler Alexander Olbrich öffnet das Rolltor, und der schwarze Mini-VW zieht erst mal gar keine Blicke auf sich. Eher schon die vielen 911er Porsche, Muscle-Cars und Harley – sie wirken wie Magneten. Jetzt aber an die Arbeit: Der zwölf Jahre alte Wolfsburger ging durch drei Hände und hat knapp 150.000 Kilometer absolviert. 2012 wurde der Zahnriemenwechsel erledigt. "H&R-Fahrwerk und Sport-Endtopf sind für 5.790 Euro inklusive, aber das Auto ist so gut wie verkauft", sagt Olbrich. Den starken Lupo brachte Volkswagen 2000 auf den Markt, 2005 war wieder Schluss.

Vom Nachfolger Fox gab es keinen GTI, und erst jetzt kommt mit dem Up GTI ein echter Weggefährte des Lupo. Rein in den schwarzen Zweitürer. Auch hier Hartplastik, aber mit viel Liebe zum Detail und reichlich roter Farbe gelang VW ein ansehnliches Interieur. ESP, Klima und Xenon sind Serie. Doch das Lederlenkrad sieht recht angegriffen aus, und auch dieser VW zeigt abblätternden Softlack.

VW Lupo GTI, Frontansicht
Mit nachgerüstetem H&R-Fahrwerk kommt der Lupo tiefer als sonst daher - eine äußerst bullige Erscheinung.

Generelle Lupo-Schwächen: Rost taucht auch hin und wieder auf. Das bis Mitte 2001 verbaute Fünfganggetriebe kann früh die Grätsche machen, ebenso die Türfangbänder und -scharniere. Im sport auto-Dauertest von 2004 sorgten hakelnde Türschlösser für Stirnrunzeln. Dafür fegt der Kleine auch noch heute um die Ecken, dass es eine Freude ist: handlich, quirlig, vertrauenerweckend. Erinnerungen an den Lupo Cup werden wach. Auch hier dürften einige Erkenntnisse vom Sport in die Serie geflossen sein. Der mittels verstellbarer Einlassnockenwelle von 105 auf 125 PS gepushte Vierventiler packt gut an, dreht fröhlich hoch, vermag aber nicht so viel Begeisterung zu wecken wie das Suzuki-Triebwerk. Trotz Nachrüst-Schalldämpfer bleibt der Klang eher unverbindlich.

Dafür war der Lupo GTI auf dem Kleinen Kurs Hockenheim um eine gute Sekunde schneller als der japanische Kontrahent. Die Leistung war mit jeweils 125 PS identisch; ob das um 50 Kilogramm geringere Gewicht den Ausschlag für den kleinen Volkswagen gab? Falls ja: Weniger ist manchmal eben mehr.

Gebrauchte Mini-Sportler: Vertrauensfrage

Kein Autokauf ohne Folgekosten: Bei der Versicherung ist nicht der Lupo GTI, sondern der Swift Sport am teuersten. Speziell der früher ungünstig eingestufte VW ist heute deutlich günstiger geworden. Negative Ausreißer bei den Preisen für Ersatz- und Verschleißteile finden sich bei allen dreien. Doch dies kann sich relativieren, wenn ein Auto praktisch nur zum Service in die Werkstatt muss, wie man es dem Swift Sport nachsagt. Wie bei vielen Japanern üblich, bietet Suzuki keine Austausch-, sondern nur Neuteile an.

Eine Spezialität gilt es beim Lupo zu beachten: Er kam ab Werk mit Motorhaube, Kotflügeln und Türen aus Aluminium, was natürlich im Falle eines Unfalls hohe Kosten nach sich zieht. Dafür scheint er in Sachen Wertverlust auch in Zukunft eher gut auszusehen. Geringe Unterschiede sind beim Spritverbrauch festzustellen. Mit rund acht Litern nimmt sich der kleine 1,4-Liter des Panda am wenigsten. Der 1.6er des Lupo braucht knapp einen halben Liter mehr, will aber mit Super Plus gefüttert werden. Mit fast neun Litern rangiert der Motor des Swift Sport an der Spitze, was hauptsächlich am fehlenden sechsten Gang liegen dürfte.

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