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Panerai Special Edition

Zeit ist Geld

Foto: Kunze, LAT, Schlegelmilch 6 Bilder

Zum normalen Programm bietet Panerai pro Jahr einige limitierte Sondermodelle an. Die meisten entwickeln sich rasch zu gesuchten Sammlerstücken.

26.03.2008 Hans-Jörg Götzl

Gemessen an den Großen der Branche wie Rolex oder Omega, die jährlich rund 850.000 beziehungsweise 470.000 mechanische Zeitmesser herstellen, ist die Officine Panerai im Uhren-Universum ein Zwerg. Weit weniger als 40.000 der auffällig großen Taucheruhren verlassen pro Jahr die Manufaktur im schweizerischen Neuchâtel - selbst Patek Philippe fertigt etliche Einheiten mehr. Was Panerai nicht davon abhält, den ohnehin nach wie vor zu beobachtenden Run auf die Kultmarke durch einige streng limitierte Sondermodelle pro Jahr zusätzlich anzuheizen. Das wiederum gehört gewissermassen zur Firmentradition.

Kleinserien für den zivilen Gebrauch

Schließlich gründet sich der beinahe mythische Ruf der Marke auf lediglich gut 300 überaus robuste und wasserdichte Uhren, die ab 1936 an italienische (und später auch deutsche) Kampftaucher ausgegeben wurden. Zu Beginn der neunziger Jahre legten die Panerai-Werkstätten in Florenz dann einige Kleinserien für den zivilen Gebrauch wieder auf, doch auch hier gelangten nur homöopathische Stückzahlen in den Handel.

Als schließlich der französische Richemont-Konzern 1997 die Markenrechte erwarb, baute er nicht nur das Marketing und die Modellfamilie aus, sondern erfand zugleich das Konzept der Special Editions: Sondermodelle mit zum Teil außergewöhnlichen Werken, Gehäusen aus edlen oder exotischen Materialien, häufig historischen Vorbildern nachempfunden, in streng limitierter Auflage hergestellt und ansprechend samt Zertifikat in einer edlen Schatulle aus Birnenholz verpackt.

Den Anfang machte eine Re-Edition der ersten Radiomir von 1938, ausgerüstet mit einem historischen, 16-linigen Rolex-Handaufzugwerk in einem 47 Millimeter großen Gehäuse aus Platin. Auflage: 60 Stück. Vergriffen: sofort. Es folgten unter anderem die Luminor Marina Militare mit Gehäuse aus Titan, ein Radiomir-Chronograph mit Venus-Handaufzugkaliber oder die Luminor Blackseal mit einem Sprungdeckel über dem Zifferblatt, auf dem zwei Kampftaucher eingraviert sind. Die meisten wanderten sofort in die Vitrinen der Sammler.

2002 verlegte Richemont die Produktion endgültig nach Neuchâtel, gleichzeitig erschien ein Modell, das die weltweite Gemeinde der Paneristi bis heute begeistert: die Luminor 1950, Spitzname "Fiddy", mit einem 47 Millimeter großen Stahl-Gehäuse und 16 1/2-linigem Handaufzugwerk. Für gute Exemplare wird selbst unter Freunden ein fünfstelliger Betrag fällig.

Wertsteigerung inbegriffen

Was nichts ist gegen die Wertsteigerung der 2005 präsentierten Luminor 1950 8 Days, ausgerüstet mit einem Acht-Tage-Werk von Angelus und limitiert auf 150 Stück: Im Laden kostete die Stahluhr 16.900 Euro, ein Jahr später wurde ein Exemplar von Sotheby‘s in Hongkong für 72.800 Euro versteigert.

Das soll nun nicht heißen, dass jedes Panerai-Sondermodell automatisch eine exorbitante Wertsteigerung erfährt. Doch auch die noch im Programm befindliche Radiomir 1936 California Dial, Listenpreis 5.300 Euro, wird derzeit von einschlägigen Händlern mit einem vierstelligen Aufschlag angeboten. Mitte April sollen die 2008er Limited Editions auf der Uhrenmesse in Genf präsentiert und anschließend im Netz vorgestellt werden.

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