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Paul Pietsch Classic 2013

Heiße Giulia vom Alfa-Fan

Paul Pietsch Classic 2013, Tag 1, Alfa Romeo Giulia, mokla 0613 Foto: Hardy Mutschler 13 Bilder

Schon optisch macht der 1978er Alfa Romeo Giulia mit Startnummer 85 auf Rallyesport - und das Team Wolfgang Michalsky/ DIeter Mannhart lässt es auch schon seit mehr als 30 Jahren krachen.

15.06.2013 Kai Klauder Powered by

Die hintere Seitenscheibe und weite Teile der Giulia-Karosserie sind mit Aufklebern von Rallyes bedeckt. Kein Wunder, schließlich fährt Wolfgang Michalsky schon seit mehr als 30 Jahren bei Rallye- und Rennveranstaltungen.

"Früher bin ich die Deutsche Rallye Meisterschaft gefahren, da ging's noch richtig zur Sache. Da war ich im Alfasud Gruppe H dabei - ich bin immer Alfa gefahren", erzählt Wolfgang Michalsky, der Fahrer, Service-Mann und Mechaniker in Personalunion ist. "Damals sind wir gegen Walter Röhrl und Christian Geistdörfer gefahren, erzählt er stolz.

Seine Giulia, mit der er an der Paul Pietsch Classic teilnimmt, hat er auch komplett selbst aufgebaut. "Ich habe 20 Jahre lang in einer Alfa Niederlassung als Kfz-Mechaniker gearbeitet, später dann als Mechaniker in der Formel Renault."

Umfangreiche Optimierungen

Mit heißen Motoren und schnellen Fahrwerken kennt er sich also aus, und so sind die die Umbauarbeiten an der Giulia umfassend. Als Triebwerk hat Michalsky den Zweiliter-Doppelnocker gewählt. Ganz klassisch wurden die Ansaugkanäle für schnellen Luftdurchsatz entgratet und poliert. 45er-Weber-Doppelvergaser und schärfere Nockenwellen sorgen dafür, dass jederzeit genügend zündfähiges Gemisch bereit steht und frei inhaliert werden kann. "Rund 145 bis 150 PS dürften es schon sein", resümmiert Michalsky den Erfolg der Eingriffe, "und alles grundsolide, bisher bin ich noch nie wegen der Technik liegengeblieben." Die Bremsanlage des Zweiliter sorgt für standhafte Verzögerung, der Überrollkäfig für Stabilität im Fall des Falles.

Wolfgang Michalsky ist Mitglied des Motorsportclub Offenburg und nimmt mittlerweile - nach einer Durststrecke wegen Familiengründung und Hausbau - wieder an rund 12 Rallyes pro Jahr teil. Durchaus erfolgreich, wie Michalsky ausführt. "Unsere größten Erfolge sind  mehrere Klassensiege, ein 3. Platz bei der Baden Classic und der Gesamtsieg der Schlossberg Historic."

Beifahrer ist  Spezialist für Orientierung

In der Fiberglas-Rennschale auf der Beifahrerseite nimmt Dieter Mannhart Platz, der "Spezialist für Orientierung", wie er selbst sagt. Der Vermessungsingenieur hat zahlreiche Siege bei Orientierungsfahrten gesammelt und ist früher auch in der Rallyeszene aktiv gewesen. "Bei der Hunsrück haben wir damals den Walter (Röhrl, Anm. d.R.) gewinnen lassen." Den Unterschied zwischen einer Rallye und einer Gleichmäßigkeitsrallye fasst Mannhart so zusammen: "Wir sind halt langsam Rentner geworden, jetzt ist alles ein bissel betulicher, doch man muss immer noch genau das Wissen haben wie früher bei den richtigen Rallyes."

Noch bleibt ein bisschen Platz für Optimierung. Nach dem ersten Tag liegen die beiden erfahrenen Rallye-Treiber mit 888 Punkten auf dem soliden 46. Rang.

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