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Paul Pietsch Classic 2013

Im Porsche durch die Zuflucht

Paul Pietsch Classic 2013, Tag 1, mokla 0613 Foto: Kai Klauder 13 Bilder

Peter Reck ist in Oppenau aufgewachsen. Jetzt kam er zurück in seine Heimat - am Steuer eines Peru-roten Porsche 911 SC -, um die Hausstrecken seiner Jugend zu fahren. Darunter auch die "Zuflucht".

14.06.2013 Kai Klauder Powered by

Vor dem Start steht Peter Reck mit seinem Beifahrer Alexander Wohlfahrt neben einem Porsche 911 SC von 1983. Auffallend ist die Farbgebung des Elfers: er ist in einem dunklen Rotbraun-Farbton lackiert. Wer jetzt an eine Nachlackierung denkt, wird positiv überrascht: "Das ist der originale Farbton. Ein Amerikaner hat den Wagen in der 70er-Jahre-Farbe Perurot bestellt." Die Farbe ist auch in der Geburtsurkunde des Wagens vermerkt. Damit dürfte der Elfer ein ultraseltenes Exemplar sein.

Kalifornischer 911 im Originalzustand

Nicht nur der ungewöhnliche Lack und der sehr gute und originale Zustand des 911 überzeugt, auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. "Der Erstbesitzer bestellte die US-typische Klimaanlage in Verbindung mit dem Schiebedach und einer Volllederausstattung in einem Cognac-ähnlichen Farbton - alles original." Einzig die in den USA nachlackierten Fuchs-Felgen stören das Gesamtbild ein wenig. Für die Laufleistung von 120.000 Meilen - etwa 170.000 km - hat der 911 sich hervorragend gehalten.

Peter Reck, der die Eventagentur Reck.Kom führt, hat den Wagen seit Herbst 2012. "Das war ein glücklicher Zufall. Ein befreundeter Autohändler war in die Niederlande gefahren, um sich einen ganz anderen Wagen anzuschauen. Dann sah er den 83er-911 und sagte nur: den nehm ich mit." Und so machte er es dann auch.

"Die wissen doch gar net, wie das geht"

"Die 'Zuflucht' bedeutet für mich Jugend", sagt Peter Reck, der in Oppenau aufgewachsen ist und mittlerweile in Solingen lebt. Das ist quasi meine Hausstrecke, vom 'Knie" bis zur Schwarzwaldhochstraße hoch - einfach traumhaft." Reck übernachtet bei seinen Eltern, die immer noch hier wohnen. "Und als ich meinem Vater gestern Abend von der Route erzählte, sagte der nur: 'Sohn, die haben doch 'nen Schaden. Die fahren die Zuflucht mit Autos aus den 30er-Jahren? Die wissen doch gar net, wie das geht.' Ich bin gespannt, wie die Vorkriegswagen das heute meistern - und freue mich auf meine Hausstrecken."

Die heutige Route führte von Start im Kulturforum Offenburg über 214 km nach Biberach, Elzach, Glashütte zur Mittagspause nach Hinterzarten am Titisee. Weiter ging es über Triberg und Gengenbach zurück nach Offenburg. Morgen, am 15. Juni 2013, startet die zweite Etappe der Paul Pietsch Classic um 8.31. Uhr im Kulturforum Offenburg.

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