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Paul Pietsch Classic 2014

Fahrzeugklassen der Paul Pietsch Classic

Klasse 1, bis Baujahr 1930 Foto: MKL 6 Bilder

Bei der Paul Pietsch Classic steigt nicht nur der Gesamtsieger aufs Treppchen, sondern es werden auch sechs Klassensieger ermittelt. Die Palette reicht dabei von Vorkriegsfahrzeugen über Wirtschaftswunder-Autos bis zu Youngtimern.

29.05.2014 mkl Powered by

Klasse 1 (bis Baujahr 1930)

Von den Anfangszeiten des Automobils bis ins Jahr 1930 spannt sich der Bogen der ältesten Fahrzeugklasse. Motoren bis an die acht Liter Hubraum, meist verteilt auf sechs oder acht Zylinder, befeuern unter großen Kühlerhauben zweisitzige Roadster oder treiben Limousinen an, die an Postkutschen erinnern. Der Bugatti 35 T aus dem Baujahr 1926 hat zwar acht Zylinder, die aber aus nur 2,2 Litern Hubraum sportliche 110 PS freisetzen.

Klasse 2 (von 1931 bis 1946)

Die Grenzen des automobilen Wachstums sind erreicht. Zumindest was die Hubräume betrifft, scheint dies sicher zu sein. Deshalb werden Fahrzeuge zwischen 1931 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch als "Post Vintage"-Automobile bezeichnet. Die BMW- Limousine vom Typ 326 zeigt bereits Nachkriegsformen, die Eckdaten des Motors waren bis vor kurzem vertraut: Sechs Zylinder, zwei Liter Hubraum. Nur die Leistung war mit 50 PS damals noch bescheiden.

Klasse 3 (von 1947 bis 1961)

Die Zeit bis 1961 wird auch "Post War"-Epoche genannt. Brezel-Käfer, Opel Kapitän oder Ford Taunus mobilisierten nach dem Krieg die Massen. Für die besser Betuchten wurden Mercedes Flügeltürer, Porsche 356, Austin-Healey oder die Straßenkreuzer in den USA Ikonen wachsender mobiler Freiheit. Oder die großen Bentley, hier ein MK VI Mulliner, mit 4,3 Liter großem Sechszylinder und 150 PS aus dem Jahr 1953.

Klasse 4 (von 1962 bis 1969)

Im Laufe der Sechzigerjahre tritt die deutsche Wirtschaftswunderzeit in ihre letzte Phase. Typische Fahrzeuge dieser Epoche sind die Mercedes Pagode, der VW Käfer und die BMW der "neuen Klasse" oder der Peugeot 404 unseres französischen Nachbarn. Und natürlich gab es auch jetzt von so manchem Massenmobil eine schnuckelige Sportvariante, hier das Fiat 850 Coupé mit Vierzylinder-Heckmotor eben diesen Hubraumes, aber stattlichen 50 PS.

Klasse 5 (von 1970 bis 1976)

Wer diese Autos in seiner Jugend noch als Neuwagen erlebt hat, möchte sie zu den Youngtimern zählen, aber mit um die 40 Jahren auf dem Buckel zählen sie mittlerweile zu den Oldtimern. Etwa der VW Golf I, der den ewigen Käfer ablöste. Auch ein Mercedes-Benz der Baureihe W 115, ein Ford Capri und sogar der erste Fiesta sind hier eingegliedert. Und der BMW 2002 turbo, der zum sportlichen Image der Marke nicht unerheblich beitrug - hier ein Modell aus 1975.

Klasse 6 (von 1977 bis 1994)

Die Youngtimer-Klasse. Autos, die meist zwischen 20 und gut 30 Jahre alt und auf dem besten Weg sind, ein Klassiker zu werden. Dazu zählen der Audi Quattro von 1988, aber auch ein Porsche 911 Carrera oder ein Mercedes-Benz W 126 und ein VW-Bus T3b. Der Honda NSX würde sogar heutzutage noch eine gute Figur im Showroom abgeben, seine 23 Jahre traut man der glatten Karosse nicht zu. Ein V6 mit 274 PS aus drei Litern Hubraum schiebt ihn mächtig an.

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