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Pebble Beach The Quail

Treffen der Autolegenden

08/2014 - The Quail, Pebble Beach, mokla 0814 Foto: Hardy Mutschler 137 Bilder

Bevor auf dem 18. Loch des Golfclubs von Pebble Beach der weltberühmte Concours d `Elegance startet, trifft sich die Welt schwerreicher Autonarren zu den Motorsport-Events „The Quail“ und Laguna Seca. Es ist ein unvorstellbares Aufeinandertreffen neuer wie alter Autolegenden.

17.08.2014 Birgit Priemer

Wir schreiben den Tag 2 vor dem weltberühmten Concours d`Elegance in Pebble Beach – und gegen 550 US-Dollar geht es auf das Gelände des Golfclubs „The Quail“. Dafür gibt es für die Gäste Kaviar, Austern und Champagner kostenlos und die aufgeregte Diskussion, warum der Ferrari 250 GTO es am Vorabend auf der Versteigerung nur auf 34 Millionen US-Dollar gebracht hat. Insider kennen die Antwort: Das Auto ist zweimal verunfallt, in einem Fall mit Todesfolge. Tragische Umstände wie diese nagen am Preis. Viele vermuten allerdings, dass das Auto jetzt per Telefongebot vielleicht sogar vom Besitzer selbst zurückerobert wurde, um es später gegen einen höheren Preis noch einmal anzubieten. Autos, die im prestigeträchtigen Umfeld von Pebble Beach versteigert werden, erzielen in Asien oder Europa oft noch höhere Preise.

In Sekunden auf 850.000 Dollar

Die Branche boomt, das weiß jeder, aber was auf den Auktionen von Bonham oder Gooding abgeht, ist schwer vorstellbar, wenn man es nicht selber gesehen hat. Der Rolls-Royce Phantom II All Weather Tourer von 1930 tut sich zunächst schwer, vom Startgebot über 100.000 US-Dollar hochzugehen und bringt es immerhin auf 205.000 US-Dollar, was 153.000 Euro entspricht.

Der Porsche 911 RS 2.7 von 1973 beginnt dagegen bei 500.000 Dollar und rauscht in kürzester Zeit hoch auf 850.000 US-Dollar (635.000 Euro). Vorkriegsmodelle wie der Bugatti T35 werden mittlerweile je nach Zustand zwischen 1,6 und vier Millionen Euro gehandelt.

Bugatti zeigt 6 Sondermodelle des Veyron

Bugatti nutzt die Mischung zwischen alten und neuen Autos, um in „The Quail“ alle sechs Sondermodelle des im übernächsten Jahr auslaufenden Bugatti Veyron zu zeigen – macht auf einer kleinen Flächen einen Wert von über 13 Millionen Euro. Die Amerikaner lieben Bugatti – das zeigt auch die Ausstellung von Peter W. Mullin „The Art of Bugatti“ in Oxnard, California, die wegen ihres großen Erfolges um mehrere Wochen verlängert werden musste. Mullin besitzt mit über 40 Bugattis die wohl größte private Sammlung in der Welt und tritt mit seinem Team in Laguna Seca selbst auf dem Racetrack an.

Eine Bugatti-Verkaufsbroschüre von 1928, die nur noch in Teilen original war, wurde in Laguna Seca für 625 US-Dollar angeboten. Ein altes ADAC-Blechschild aus den 50er Jahren erschien den Amis allerdings noch kostbarer zu sein: Dafür waren 750 Dollar fällig.

Alles rund um die Pebble Beach Automotive Week gibt es bei unseren Kollegen von Motor Klassik.

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