Das hat ein sechsköpfiges Forscherteam von der Universität Duisburg-Essen herausgefunden. Somit nähmen etwa Berufspendler Gefahren deutlich später wahr. "Das kann besonders bei Stau-Enden zur tödlichen Gefahr werden", sagte der Verkehrsforscher Michael Schreckenberg am Mittwoch (11.10.).
Die Wissenschaftler hatten die Versuchsteilnehmer computeranimierte Teststrecken fahren lassen. Dabei lagen die Probanden in einem Kernspintomographen, der die Hirnaktivitäten aufzeichnete. Dabei stellten die Forscher fest, dass neben dem Sehsinn und der Sensomotorik nur der Hirnstamm aktiv wurde. Das Großhirn zeigte eine stark eingeschränkte Aktivität.
Anders sehe es jedoch bei den Beifahrern aus. Sie passen den Forschern zufolge auch auf bekannten Wegen besser auf. Um die Gefahren zu reduzieren, müssten Verkehrsinformationen wie Beschilderung, Staumeldungen im Radio und Navigationssysteme verbessert werden. "Sie müssen so strukturiert sein, dass man sie auch wahrnimmt und auf sich bezieht", sagte Schreckenberg.
Pendler denken weniger
Autofahrer nutzen auf ihnen bekannten Strecken ihr Großhirn nur stark eingeschränkt und sind damit weniger aufmerksam als auf unbekannten Straßen.
Autor: dpa



