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Peugeot 407

Sprung nach vorn

Foto: Peugeot 13 Bilder

Elegant gezeichnet und mit jeder Menge Hightech-Features ausgestattet soll der neue Peugeot 407 als Limousine und Kombi nicht nur den 406 beerben, sondern den Franzosen auch einen deutlich größeren Markterfolg in der Mittelklasse bescheren. Alle Fotos, alle Infos.

03.12.2003

Auffälligstes Merkmal der 4,67 Meter langen Limousine, die Premiere auf dem Genfer Automobilsalon im März 2004 feiert, ist ihr weit aufgerissenes Maul - ein riesiger Kühllufteinlass flankiert von Xenon-Scheinwerfern in der 1,81 Meter breiten Front, der scheinbar die Straße einzusaugen versucht und ein wenig an Ferrari erinnert. Spannungsvoll zeigt sich auch die Seitenansicht des 407 mit einem cW-Wert von 0,29. Gestützt auf die großen Räder und einen Radstand von 2,73 Meter streckt er die Aluminiumhaube und die große Frontscheibe weit vor. Ergänzt wird der 1,45 Meter hohe Spannungsbogen durch das kurze, aber kräftige Heck.

Unter dem Blech baut der 407 auf der modifizierten PSA-Konzern-Plattform des Citroën C5 auf, allerdings ohne dessen hydropneumatisches Fahrwerk zu übernehmen. Zahlreiche Bekannte finden sich dagegen auf der Antriebsseite. Das 407-Benziner-Einstiegsmodell besitzt einen 1,8 Liter-Vierventiler mit 116 PS und einem maximalen Drehmoment von 163 Nm. Darüber rangiert ein 2,0 Liter-Motor mit 136 PS und 190 Nm Drehmoment (Vmax: 212 km/h, Verbrauch: 8,2 Liter/100 km). Top-Vierzylinder ist der 2,2 Liter-Motor mit 158 PS und einem Drehmoment von 217 Nm (Vmax: 220 km/h, Verbrauch: 9,0 Liter/100 km). Wer noch mehr Antriebskomfort sucht, greift zum Dreiliter-V6 mit 211 PS und einem Drehmomentmaximum von 290 Nm (Vmax: 235 km/h, Verbrauch: 9,8 Liter/100 km).

Auf so viel Leistung müssen Dieselfahrer zunächst noch verzichten. Zum Serienstart kann der 407 mit einem 1,6 Liter-HDi-Triebwerk mit 109 PS und maximal 240 Nm (per Overboost sind kurzfristig auch 260 Nm drin), oder einem 136 PS starken 2,0 Liter-HDi (Vmax: 208 km/h, Verbrauch: 5,9 Liter/100 km), der ein Drehmoment von 320 Nm beziehungsweise dank Overboost von 340 Nm abgibt, kombiniert werden. Als Schadstoffeinstufung gibt Peugeot für beide mit Partikelfilter ausgerüsteten Motoren Euro 4 an. Ergänzung findet die Selbstzünderfraktion später dann durch einen 2,7-Liter-V6, der um die 200 PS leisten soll.

Alu-Fahrwerk und jede Menge elektronische Helfer

Damit die Kraft auch auf den Boden gebracht werden kann, haben die Franzosen das Fahrwerk des Mittelklassemodells weiterentwickelt. So sind die Fahrwerksteile zu weiten Teilen aus leichtem Aluminium aufgebaut. Eine Vorderachse mit zwei Dreieckslenkern und entkoppeltem Achsschenkel soll für präzises Fahrverhalten sowie hohen Fahr- und Lenkkomfort sorgen. Eine Mehrlenker-Hinterachse mit liegenden Stoßdämpfern dient zur Optimierung der Kofferraumbreite.

Als Aktivposten unterstützen diese Konstruktion Scheibenbremsen rundum, eine Antriebsschlupfregelung, ABS, ein Notbremsassistent sowie eine dynamische Stabilitätskontrolle (CDS). Eigner des V6-Benziners können darüber hinaus auch die Dämpferregelung der vier Stoßdämpfer unabhängig voneinander regeln.

Viel Komfort im Innenraum

Der Innenraum des 407 präsentiert sich durch die großzügige Verglasung hell, das Gestühl gibt sich nach französischer Tradition komfortabel. Die Rücksitze lassen sich zur Vergrößerung des Laderaumvolumens im Verhältnis 2:1 umklappen, ohne dass die Kopfstützen dafür abgenommen werden müssen. Nutzwert orientiert zeigt sich auch der Rest der Innenausstattung: Ein klimatisiertes Handschuhfach kühlt Getränke, zahlreiche Ablagen verschiedener Größe sollen allerlei Krims-Krams aufnehmen, und die Mittelarmlehne im Fond mit integriertem Staufach kann als Getränkehalter oder Durchreiche für sperriges Transportgut dienen, das der 407 Liter große Kofferraum nicht vollständig fasst.

Dem Thema Komfort trägt Peugeot mit zahlreichen Features wie einer Coming-Home-Light-Funktion der Scheinwerfer, Soft-Ausströmern für die Klimaanlage, einem Feuchtigkeitssensor gegen beschlagene Scheiben, Sonnenrollos in den hinteren Seitenscheiben und einem Heckscheibenrollo Rechnung.

Speziell auf den Fahrer zielen Ausstattungsmerkmale wie das in zwei Ebenen verstellbare Lenkrad sowie eine elektrische Verstellung mit Memory-Funktion für Lenksäule, Sitze und Außenspiegel. Informiert wird der 407-Lenker durch ein Kombi-Instrument mit klassischen Rundinstrumenten. Um das Einparken leichter zu machen, können die Rückspiegel mit dem Rückwärtsgang gekoppelt werden, während ein Näherungsdetektor mit Ultraschallsensoren den Abstand zu möglichen Hindernissen misst. Weitere Goodies sind unter anderem ein Tempomat, ein Regensensor und eine Scheinwerferautomatik.

Sollte sich der Fahrer von all dem Komfort mal zu sehr vom Straßengeschehen ablenken lassen, so sorgen aktive Kopfstützen, pyrotechnische Gurtstraffer, Fahrer-und Beifahrerairbags, Seitenairbags und Windowbags für Schutz. Für den Fahrer wird darüber hinaus ein noch Lenksäulen-Airbag für den Schutz der unteren Gliedmaßen eingebaut.

Erhältlich ist der 407 ab Sommer 2004 in den drei Ausstattungsvarianten Esplanade, Tendance und Platinum. Der SW getaufte Kombi mit der selben Technik und zweigeteilter Heckklappe folgt dann drei Monate später im Herbst 2004. Das Coupé auf gleicher Basis ist ab Sommer 2005 zu erwarten. Über Preise macht Peugeot noch keine Angaben.

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