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Peugeot 908 Hdi FAP Hybrid

KERS-Maschine

Foto: Peugeot 8 Bilder

Peugeot hat zum Saisonfinale der europäischen LeMans-Serie in Silverstone einen 908-Prototypen mit Hybrid-Antrieb vorgestellt. Der 908 HY soll einen Vorgeschmack auf das mögliche Einsatzauto für die kommende Saison geben.

15.09.2008 Tobias Grüner Powered by

Während die Formel 1-Teams noch mit Versuchsträgern testen, ist Peugeot in der LeMans-Serie schon einen Schritt weiter. Die Franzosen präsentierten einen fertigen Rennboliden mit angeblich funktionierender Hybrid-Technik. Genau wie in der Königsklasse wird der herkömmliche Motor von einem KERS-System (System zur Rückgewinnung kinetischer Bremsenergie) unterstützt. Im Peugeot handelt es sich beim Hauptantrieb jedoch um einen V12-Turbo-Dieselmotor und nicht wie in der F1 um einen V8 Benzin-Saugmotor.

Power-Boost

Nach Angaben von Peugeot soll das System zwei große Vorteile mit sich bringen. Zum einen liefert die gespeicherte Bremsenergie zusätzliche Leistung. Zum anderen reduziert sich der Verbrauch durch die Unterstützung des Elektromotors. Über den Nachteil des Systems wollten die Peugeot Ingenieure allerdings keine Angaben machen. Die große Frage lautet nämlich: Wie hoch ist das zusätzliche Gewicht des Systems?

Der 60 Kilowatt starke Elektromotor dürfte ebenso wie die 600 Lithium-Ionen Batterie-Zellen eine nicht gerade positive Wirkung auf die Balance des Autos haben. Die Energiespeicher sind in zehn Batterie-Einheiten aufgeteilt, von denen sich sechs im Cockpit und vier auf der linken Seite der Bodenplatte befinden. Für das System ist außerdem noch eine zusätzliche Steuereinheit nötig, die im vorderen linken Bereich des Fahrzeugs untergebracht ist.

Einsatz noch fraglich

Wie der französische Hersteller errechnet hat, soll eine Runde auf der Strecke in Le Mans ausreichen, um die Batterien für 20 bis 30 Sekunden Leistung zu laden. Diese Power kann entweder auf Knopfdruck als Extra-Schub in Höhe von 60 Kilowatt (ca. 80 PS) freigesetzt werden oder um bei gleicher Leistung ca. drei bis fünf Prozent Sprit zu sparen.

"Der Einsatz eines Hybrid-Autos bei Langstreckenrennen würde Peugeot die Chance geben, wertvolle Erfahrung für die Entwicklung von Serienfahrzeugen zu sammeln", so Peugeot-Sportchef Michel Barge über die Vorteile. Ob der neue Hybrid-Renner wirklich zum Einsatz kommt, hängt auch vom Reglement für die kommende Saison ab.

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