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Peugeot

Die verbotene Ausstellung

Peugeot Foto: Hersteller 27 Bilder

Im Peugeot-Museum in Sochaux, nur rund 100 Kilometer südwestlich von Freiburg, stellt der französische Autohersteller Prototypen und Designskizzen der Jahre 1933 bis 1996 aus. Darunter finden sich zahlreiche sehenswerte Entwürfe aus sechs Jahrzehnten Automobil-Design.

19.01.2009

Leidensfähigkeit ist wohl eine Voraussetzung für all diejenigen, die den Beruf des Automobildesigners in Angriff nehmen wollen. Denn ganz gleich, wie viel Herzblut in einem Designentwurf steckt, so ist er doch immer auch vom furchtbaren Schicksal der Abweisung durch den letztlich entscheidungsbefugten Vorstand bedroht.

Zu futuristisch, zu wagemutig oder zu realitätsfern - mit diesen oder ähnlichen Begründungen landen unzählige Zeichnungen neuer Automodelle in der Tonne, bevor sie die Öffentlichkeit je zu Gesicht bekommen hat.

Ausstellung der Design-Schätze

Bisweilen verhindern auch Kriege, dass aus einem sehenswerten Entwurf ein Serienfahrzeug wird. Manche schaffen es jedoch eine Stufe weiter bis ins Stadium des Prototypen. Selbst wenn ihm der finale Schritt, die Serienfertigung, nicht vergönnt bleibt, so existiert mit dem Prototypen ein Wirklichkeit gewordenes Modell des vom Designer zu Papier gebrachten Entwurfes.
 
Im Hause Peugeot hat man sich nun all dieser Design-Entwürfe angenommen. Das Museum "L'Aventure Peugeot" in Sochaux hat viele Design-Schätze der Peugeot-Geschichte gesammelt und in einer Ausstellung zusammengeführt. Dabei sind die Exponate unterteilt in drei Kategorien: Reisefahrzeuge, Wettbewerbsmodelle und Militärfahrzeuge für die französische Armee.

Restaurierungen und Ersatzteile

Ein besonders sehenswertes Ausstellungsstück ist das von Peugeot Frères entworfene Quadricycle aus dem Jahre 1902, welches auf einem Motorrad basierte. Leider entsprach dieses Gefährt jedoch nicht der zum damaligen Zeitpunkt von Automobiles Peugeot angedachten Entwicklung und musste daher das Schicksal zahlreicher Designentwürfe teilen.

Doch nicht nur fahrbare Untersätze gilt es zu bestaunen. Auch technische Zeichnungen und so skurrile Alltagsgegenstände wie Zahnkronen aus einem speziellen, nichtrostenden Material finden ihren Platz in der "verbotenen Ausstellung".
 
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1988 haben bereits mehr als 1,6 Millionen Menschen das Museum besucht, in dem der PSA-Konzern nicht nur historische Modelle ausstellt. Denn hier findet jeder, der seinen mehr als 25 Jahre alten Peugeot restaurieren will, eine kompetente Anlaufstation. Eine eigene Werkstatt kümmert sich um die Restaurierung alter Fahrzeuge und steht den Peugeot-Eignern mit Rat und Tat zur Seite. Daneben ist das Museum Anlaufstelle für verzweifelte Besitzer historischer Peugeot-Modelle auf der Suche nach Ersatzteilen. Auf Anfrage versorgt man Peugeot-Fahrer auch mit alten Handbüchern und Bedienungsanleitungen.
 
Neben insgesamt 450 Fahrzeugen finden sich auf den 45.000 Quadratmetern des "L'Aventure Peugeot" rund 300 Fahrräder und Motorräder, 3.000 Gegenstände aus allen Bereichen, die den Peugeot-Stempel tragen, sowie archivierte Dokumente auf einer Länge von insgesamt fünf Kilometern.

60 Jahre Design

Die Ausstellung "L' Exposition Interdite" - Die verbotene Ausstellung- umfasst zahlreiche Modelle der über sechzigjährigen Epoche zwischen 1933 und 1996. Sie sind Ausdruck der jeweils vorherrschenden Designsprache ihrer Zeit und repräsentieren zugleich das kreative, oft vorausschauende Denken ihrer Erschaffer, der Designer.

Die Ausstellung "L' Exposition interdite" läuft noch bis zum 28. Juni 2009 im Museum Aventure Peugeot in Sochaux.

Mehr zum Museum und zur Ausstellung finden Sie hier: L' Aventure Peugeot.

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