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Peugeot will Sportwagen bei Magna bauen lassen

Foto: Peugeot

Der österreichischen Auftragsfertiger Magna Steyr wird den neuen Peugeot-Sportwagen 308 RC Z produzieren. Das bestätigte Roland Vardanega, Produktions- und Technik-Vorstand bei PSA, im Gespräch mit auto motor und sport.

14.06.2008 Harald Hamprecht

Momentan haben Sie weltweit 16 Pkw-Produktionswerke, wenn man ihre verschiedenen Joint-Ventures mitrechnet. 2010 kommt ein weiteres in Russland dazu. Haben Sie weitere Expansionspläne?
Vardanega: Wir haben Indien und Mexiko auf dem Radar, allerdings noch in einer frühen Phase der Analyse. Viel weiter sind wir bereits in China, wo wir zwei zusätzliche Werke brauchen. Eines davon in Wuhan haben wir schon ab 2009 in Betrieb, beim zweiten überlegen wir noch, ob wir ein bestehendes Werk übernehmen oder ein neues auf die grüne Wiese bauen. Für den Neubau bräuchten wir zwei Jahre. Wenn wir ein bestehendes Werk kaufen, könnten wir quasi sofort mit der Produktion loslegen. Dazu stehen wir gerade in Verhandlungen mit Hafei und Dongfeng. Die Gespräche sollten schon bald abgeschlossen sein.

Wann wollen Sie die Kapazität von 300.000 Einheiten pro Jahr in Russland erreichen?
Vardanega: Lassen Sie uns erst einmal auf die geplanten 160.000 Einheiten kommen. Ich rechne damit, dass dies bereits 2012 passieren wird. Über den Rest entscheidet der russische Markt. Das Schöne dabei ist, dass die Erhöhung von 160.000 auf 300.000 nur ein minimales zusätzliches Investment bedeuten wird. Zudem können wir dank unserer Plattformstrategie einfach ganz neue Modelle lokal produzieren. Wir sind für ein weiteres Marktwachstum in Russland also bestens gerüstet.

In Westeuropa haben Sie noch Überkapazitäten. Trotzdem werden Sie nach auto-motor-und-sport-Informationen Ihr künftiges Coupé, den 308 RC Z, bei Magna in Graz fertigen lassen.
Vardanega: Das ist richtig. Eine Fremdfertigung ist in diesem Fall schlicht günstiger. Schließlich handelt es sich hier um ein Kleinserienmodell, das die Komplexität in unseren bestehenden Werken nur unnötig erhöhen würde.

Wie viele Einheiten dieses potenziellen Audi TT-Konkurrenten planen Sie denn zu fertigen?
Vardanega: Ich rechne mit vier bis fünf Autos die Stunde, das entspricht 16.000 bis 17.000 Einheiten im Jahr. Und wenn der Markt mehr verlangt, haben wir bei unserem Partner Magna sicherlich die Kapazität nach oben.

Wie zufrieden sind Sie denn mit der Partnerschaft mit Toyota in Kolin?
Vardanega: Mit diesem tschechischen Joint-Venture bin ich sehr zufrieden. Wir werden die Kapazität des Werkes dieses Jahr sogar auf bis zu 310.000 Einheiten erhöhen. Das ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Kooperation, die sich für Peugeot/Citroen sowie unseren Partner Toyota auszahlt.

Wie viele Komponentenwerke betreiben Sie weltweit?
Vardanega: Wir haben global 16 Gießereien und Werke für Motoren, Getriebe und andere Komponenten. Und wir suchen ein neues Motorenwerk für unseren 1.0 Liter-Dreizylinder-Benziner, den wir ab 2011 auf den Markt bringen wollen. 2011 wird die Produktion in Trémery anlaufen, ab 2012 wird das Aggregat in Osteuropa gefertigt. Polen, die Ukraine, Rumänien und Türkei sind für diesen neuen Standort noch im Rennen - und wir werden Sie bald darüber informieren, für welchen Standort wir uns entschieden haben.

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