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Pick-Ups und SUV auf der New York Auto Show 2014

Antithesen mit Platz und Power

Rundgang New York Auto Show 2014 SUV und Pickups Foto: ams 22 Bilder

Es fällt leicht, auf die Gelände- und Pritschenwagen der Amerikaner einzudreschen, sie sind ja groß und zahlreich genug. Aber sie faszinieren auch, lassen Fans in der alten Welt immer wieder neidisch über den großen Teich blicken. auto motor sport hat sich ein paar Neuheiten genauer angesehen.

16.04.2014 Jens Dralle

Cadillac Escalade ist laaang und kräftig

Die Dimensionen des neuen Cadillac Escalade erschließen sich am besten beim Öffnen der Heckklappe. Dann gähnt einem ein Laderaum entgegen, der jedem Familienvater Tränen der Rührung in die Augen treibt, ganz gleich, wie viele Kinder er hat. Das Beste daran: die dritte Sitzreihe ist dabei noch nicht einmal versenkt.

Bereits die Standard-Variante ist mit 5,17 Meter Länge der Albtraum aller Städtepläner, doch Cadillac hat eine Käuferschicht ausgemacht, denen das nicht reicht. Also gibt es nun des ESV mit 5,69 Meter Länge. Als Antrieb dient dem  Raumschiff ein 6,2-Liter-V8 mit 420 PS und einem maximalen Drehmoment von 620 Nm, der bizarrerweise den Namen Ecotek hört, aber ein bisschen Humor hat ja noch niemandem geschadet. Das Raumgefühl jedenfalls toppen nur noch Lofts oder Flughafen-Terminals, die Ausstattungsliste ergießt sich über mehrere Seiten. Und das ganze gibt’s natürlich zum Schnäppchenpreis? Nein, das dann auch nicht, denn je nach Ausstattung kann so ein Escalade schon mal 90.000 Dollar kosten - mit leerem Tank, natürlich. 

Dodge Power Wagon gehört ins Gelände

Dodge gibt sich kaum bescheidener, aber naturgemäß rustikaler. Um in den Power Wagon zu gelangen, bedarf es einer gewissen Körpergröße oder eines Klapptritts. Im flauschigen Velourssitz angekommen, türmt sich vor dem Fahrer ein massiver Armaturenträger auf, aus dem ein ebenso massiver Automatikwählhebel ragt.

Deutlich bescheidener: Der Hebel für das Reduktionsgetriebe. Er macht überdies deutlich, wo der Power Wagon hin soll – ins Gelände. Dort soll er mit seinem um 50 Millimeter höher gelegten Fahrwerk brillieren, dessen Vorderachse auf eine bessere Verschränkung optimiert wurde. So lässt sich der Stabilisator der starren Konstruktion auf Knopfdruck entkoppeln. Natürlich wühlt sich auch der Dodge mit Hilfe eines Achtzylinder-Triebwerks durch den Sumpf. Sein 6,4-Liter-Aggregat mit halbkugelförmigen Brennräumen (Hemi) leistet 410 PS und 580 Newtonmeter. In den USA darf damit bis zu 4,9 Tonnen Last an den Haken nehmen.

Im Ford F150 um Kakteen wedeln

Obwohl es nicht danach aussieht, gibt sich Ford mit dem F150 Baja ein bisschen bescheidener, denn der Pickup für Wüstenrallyes wird von einem Sechszylinder angetrieben – von einem aufgeladenen, immerhin. Dessen Drehmoment von 570 Newtonmeter steht allerdings bereits bei 1.700/min. zur Verfügung. Und da bei dem F150 ohnehin alles weggelassen wurde, was unnötig das Gewicht in die Höhe treibt (die Windschutzscheibe beispielsweise) und das Fahrwerk nun mit extra langen Federwegen über Stock und Stein hobelt, muss es schon ein großes Vergnügen sein, damit um ein paar Kakteen zu wedeln.

Gegen alle diese automobilen Monster sieht nicht erst ein Tesla Model S aus wie die ultimative Antithese, dazu reicht bereits ein VW Golf. Dennoch dürfte die Liebe der Amerikaner nicht zu diesen faszinierenden Apparaten nicht wirklich schnell erkalten, dazu sind sie noch zu sehr Teil dieser Gesellschaft und die Dimensionen des Landes zu wenig greifbar. Ähnlich wie de des Cadillac Escalade eben.

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