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Piëch

Krawatten-Stadl geht weiter

Foto: dpa

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (69) gibt im kuriosen "Krawattenstreit" gegen die "Wirtschaftswoche" nicht auf. Mit einer Klage am Hamburger Landgericht verlangt Piëch nicht nur die Unterlassung bestimmter Behauptungen, sondern fordert nun auch einen Widerruf eines umstrittenen Berichts in 20 Punkten.

24.05.2006

Piëch bestreitet unter anderem, "grelle Krawatten mit Jagdmotiven" zu tragen und die Zahl seiner Kinder nicht zu kennen. Ein Gerichtssprecher bestätigte, dass der Fall in der kommenden Woche verhandelt werde.

"Wir sehen das sehr gelassen", sagte ein Sprecher der Verlagsgruppe Handelsblatt, in der die "Wirtschaftswoche" erscheint. Im Gegensatz zur Gegendarstellung setze der Widerruf eine fortdauernde Rufschädigung Piëchs voraus. "Wir möchten es dahin gestellt sein lassen, ob die Frage seiner Krawattenmotive ihn fortdauernd in seinem Ruf beeinträchtigt, oder nicht vielmehr seine Prozessführung dazu beiträgt", sagte Verlagssprecher Christian Ickstadt. Die "Wirtschaftswoche" halte an ihrer Darstellung fest.

Piëch hatte in Hamburg auf Unterlassung geklagt und in Düsseldorf eine Gegendarstellung beantragt. Das Gegendarstellungsbegehren zog sein Anwalt Matthias Prinz im März vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht zurück, nachdem er noch in erster Instanz einen Sieg errungen hatte. Ausgangspunkt für den Streit war ein längeres Porträt des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden in der Ausgabe vom 13. Oktober 2005 unter der Überschrift "Ich, ich, ich".

Im Eil-Verfahren war der Porsche-Enkel Piëch vor dem Hamburger Landgericht im Februar in der Krawattenfrage unterlegen. Doch bei den meisten der anderen beanstandeten Behauptungen folgte das Gericht der Auffassung des VW-Aufsichtsratschefs.

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